Gedankenkram

Mindfuck und so

Sinnkrise?

 Veröffentlicht vom um 20:25  Gedankenkram
Apr 062010
 

Dass mit zunehmendem Alter die Zeit gefühlt immer schneller vergeht ist keine neue Erkenntnis – weder für die Menschheit noch für mich. Dummerweise habe ich in letzter Zeit immer häufiger das Gefühl, dass ich bei der wegrennenden Zeit etwas verpasse.

Dass Männer um die 40 herum ihre erste eine kleine Sinnkrise haben ist keine neue Erkenntnis – weder für die Menschheit noch für mich. Jedenfalls theoretisch. Hm…

Montag

 Veröffentlicht vom um 17:29  Gedankenkram
Apr 052010
 

Ich mag keine Montage. Auch wenn ich eigentlich ganz gerne zur Arbeit gehe – montags nicht. Der heutige Montag hingegen war angenehm, lediglich die Tatsache, dass morgen Montag Dienstag ist wirft einen sanften, zarten Schleier auf die Sache. Ich bin aber nicht nur ein Montagsnichtmöger sondern auch ein bekennender Anhänger der 30-Stunden-Woche – sie ist meiner Meinung nach die einzig sinnvolle wöchentliche Vollarbeitszeit. Wenn ich mir irgendwann in diesem Leben noch mal ne 30-Stunden-Stelle leisten kann würde ich wahrscheinlich generell montags frei machen. Dann liebte ich auch wieder Montage – trotz des sanften, zarten Schleiers des unweigerlich folgenden Dienstages…

Alles klar? ;)

Schlagzeilen heute, 07.02.2050

 Veröffentlicht vom um 12:02  Gedankenkram
Feb 072010
 

Und hier die Schlagzeilen vom Tage:

  • Aufatmen: Die chinesische Regierung stimmt auf der IV. Welt-regierungskonferenz nun doch der Übernahme von Esperanto auch für den chinesischen Teilkontinent zu. Damit dürften in Kürze die letzten internationalen Sprachbarrieren fallen.
  • In Korea verliefen die Feierlichkeiten anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Wiedervereinigung gewohnt friedlich.
  • Auch im fünften Jahr nach dem Aufheben der “Reichensteuer” zieht der Wirtschaftsausschuss eine positive Bilanz: Erneut ist keine Neuverschuldung notwendig, seit drei Jahren ist Deutschland schuldenfrei. 2015 wurde die Steuer eingeführt, um die immer extremer werdenden sozialen Unruhen einzudämmen und die sogenannten “Haushaltslöcher” zu stopfen. Seinerzeit hatten die Regierungen hohe Schulden angehäuft, gleichzeitig ermöglichten sie mit ihren Steuergesetzen, dass finanzkräftige Privatpersonen ihren Reichtum zu Ungunsten des Großteils der Bevölkerung extrem vermehren konnten.
  • Die Vorbereitung zur Feierlichkeit des Systemwechsels laufen auf Hochtouren. Vor 30 Jahren wurde – nach dem dritten großen Bankencrash innerhalb von zehn Jahren – das Wirtschaftssystem endgültig auf den heute in den meisten Teilen der Welt gültigen “humanen Sozialismus” umgestellt. Der Offizielle Festakt findet dieses Jahr in Ruhrpott statt, da hier ein weiteres Jubiläum ansteht: Vor zehn Jahren wurde der ehemalige Ballungsraum “Ruhrgebiet” mit seinen 15 Städten und rund 8 Millionen Einwohnern zu einer Stadt zusammengeschlossen.
  • Das Wetter: Tagsüber 3°, nachts kommt es zu Bodenfrost, Vorsicht: Glättegefahr. Die weiteren Aussichten: Ab Mitte der Woche Temperaturanstieg.

Naja, man kann doch nicht immer nur schwarz malen… ;)

Nur deshalb

 Veröffentlicht vom um 13:20  Gedankenkram, Kurz notiert
Jan 232010
 

Jeder Mensch hat für sein Handeln einen Grund. Deshalb ist die Welt so wie sie ist…

Egos Morgenspaziergang

 Veröffentlicht vom um 11:55  Gedankenkram
Jan 102010
 

In einigen östlichen Philosophien geht man davon aus, dass das Ego, das “Ich”, eine Illusion ist, die sich durch das ständige Verweilen in der Vergangenheit und der Zukunft entwickelt hat und am Leben gehalten wird. Sobald man vollkommen im “Hier und Jetzt” ist löst sich das Ego – zumindest für diesen Augenblick – quasi von selbst auf.

Nun ist genau das, nämlich das Verweilen im Jetzt, alles andere als einfach. Vor allem so am Sonntag Morgen, wenn man sich noch gemütlich im Bett räkelt, macht das Ego gerne mal ausgedehnte Spaziergänge. Geschickt ist es dabei – bevor du dich versiehst hat es sich wieder klammheimlich aus dem Staub gemacht und bahnt sich seinen Weg durch die imaginäre Zukunft. Jaja, so Sonntagsspaziergänge sind schon was Schönes… ;)

Parallelwelt

 Veröffentlicht vom um 19:20  Gedankenkram
Jan 042010
 

Der Begriff Parallelwelt oder Paralleluniversum bezeichnet eine Welt oder ein Universum, das außerhalb des bekannten Universums existiert. Parallelwelten sind vor allem aus der Science-Fiction bekannt, ihre theoretische Möglichkeit wird jedoch auch in Bereichen der Physik diskutiert. In einem übertragenen Sinne ist auch in der Psychologie von Parallelwelten die Rede. [Quelle]

Ich habe mitunter das Gefühl, in einer Parallelwelt zu leben. Nicht im Sinne der Definition von WikiPedia

In der Psychologie wird der Begriff der Parallelwelt manchmal verwendet, um Verhaltensweisen der Realitätsflucht zu bezeichnen. So können Menschen mit Hilfe der Phantasie unerfüllbare Sehnsüchte, Wünsche oder Bedürfnisse imaginär ausleben, oder unerträgliche Situationen verdrängen, indem sie sich Parallelwelten bzw. „Ersatzwirklichkeiten“ schaffen. In der Parallelwelt denkt sich der Phantasierende in eine oder mehrere virtuelle, gewünschte Rollen hinein, kommuniziert mit den darin lebenden Personen und schafft eine Umgebung, in der die realen Hemmnisse für seine Sehnsüchte nicht mehr vorhanden sind.

sondern wenn ich den Wahnsinn dieser Welt verfolge, das Geschachere um Geld und Macht, das Rennen nach Ruhm – sei er auch noch so kurz und zweifelhaft -, ständige Priorität von Wirtschaftsinteressen, die viele Entscheidungen unserer Volksvertreter… Beruhigend: Wenn ich mich im Freundeskreis umhöre scheine ich wohl nicht allein in (m)einer Parallelwelt zu leben. ;)

Dieser Artikel schlummert schon geraume Zeit in meiner “Pipeline”, im Augenblick hält sich die Kreativität für neue Beiträge in Grenzen. Abgesehen davon ist ja das Thema “Parallelwelten” bzw. “Paralleluniversen” nach wie vor ein interessantes…

Geschafft

 Veröffentlicht vom um 17:59  Gedankenkram, Misc
Dez 312009
 

Es ist also tatsächlich (fast) geschafft, das “Seuchenjahr” 2009! Stellenweise glich es einer Achterbahn – neben vielen Katastrophenmeldungen gab’s zum Glück auch genug schöne Dinge, und vor allem gegen Ende hat das Jahr mit dem neuen Job ja noch mal die Kurve gekriegt. Wenn ich mir dann so ansehe, welche Spuren der Verwüstung die letzten zwölf Monate im engeren Freundeskreis hinterlassen haben, dann will ich mich über “mein Jahr” eigentlich nicht beschweren. Das kommende könnte trotzdem ein wenig ruhiger werden… ;)

Rückblick 2008 | Rückblick 2007 | Rückblick 2006

Altlasten

 Veröffentlicht vom um 21:25  Gedankenkram, Misc
Dez 302009
 

Der Tatort “Altlasten” vom vergangenen Sonntag setzte bei mir mal wieder einige Gedankengänge rund um das Thema Altern und Tod in Bewegung – und wie ich in den letzten Tagen feststellen durfte, nicht nur bei mir. Obwohl dieser Tatort ein eher ruhiger war – vielleicht das richtige für die “festlichen Tage” – gab es kein Gemäkel über fehlende Spannung oder Action. Im Tatort-Forum sieht das der ein oder andere ein bisschen anders, aber je nun.

Deutlich kontroverser wurde vor allem im Kollegenkreis das Thema Sterbehilfe diskutiert. Natürlich gibt es da immer die Gefahr des Missbrauchs (wo gibt es die nicht?), aber die Möglichkeit, selbstbestimmt und würdevoll zu sterben bevor man zum Pflegefall wird, finde ich wünschenswert. Aber ebenso wie beim Umgang mit dem Thema Arbeit scheint sich der große Teil der Gesellschaft mit einer – tabulosen – Diskussion zum “menschenwürdigen Sterben” und dem Beschreiten neuer Wege schwer zu tun. Von daher: Lob an die Macher für diesen Tatort, der mal wieder beweist, dass Fernsehen nicht zwangsläufig verdummen muss. ;)

Kein Fußballerproblem

 Veröffentlicht vom um 15:10  Gedankenkram
Nov 152009
 

Wie auch bei der schreibenden Zunft wurde gestern im SportStudio darüber diskutiert, was sich im Fußball künftig ändern muss, damit so ein Unglück wie das von Robert Enke nicht mehr geschieht. Es wurde davon gesprochen, dass man Anlaufstellen für Profis schaffen soll, damit diese vertrauensvoll über psychische Probleme oder Krankheiten reden können. Aber was nützt das? Robert Enke hatte offensichtlich Vertraute, mit denen er reden konnte, war in Behandlung, und dennoch…

Die Frage muss nicht lauten, was sich im Profisport, sondern was sich in der Gesellschaft ändern muss. Der Druck ist für immer mehr Menschen riesengroß, Versagensängste sind ebenso wenig eine Seltenheit wie ausgewachsene Depressionen, viele, auch bereits Schulkinder, können diesem Druck nur noch mit Hilfe von Tabletten standhalten. Damit aber in die Öffentlichkeit gehen? Nachwievor sind Krankheiten der Seele für viele unverständlich, sie werden nicht anerkannt, oder wenn, dann nur mit dem “lass dich doch nicht so hängen”-Unterton. Bänderriss oder Knochenbruch ja, aber Angst, Traurigkeit, Depression? Der Profifußball ist da nur die Spitze, er ist noch etwas “männlicher” als der Alltag, aber ansonsten ist er ein Abbild der Gesellschaft.

Würde ich depressive Tendenzen meinem Arbeitgeber mitteilen? Würde ich als Handwerker, Soldat oder Berufssportler zur Homosexualität stehen? Wohl kaum!

Die Millionen, die Profifußballer, Manager, ja selbst die (relativ!) hohen Summen, die Politiker erhalten, sind lange kein Zeichen dafür, dass es den Menschen wirklich gut geht, von “Normalverdienern”, die über keinen solchen gesicherten finanziellen Background verfügen, mal ganz zu schweigen. Aber solange unsere Volkskanzlerin den Duktus der Wirtschaft, nämlich Wachstum, als oberste Prämisse ihrer Politik vorgibt, solange beruflicher Erfolg, solange das Funktionieren das alles Entscheidende ist, solange wird sich auch diesbezüglich nichts ändern.

Auch wenn die Gesellschaft lernen würde, anders mit diesem Thema umzugehen, könnte sie den Betroffenen nicht ihre Ängste nehmen, könnte solche Krankheiten nicht heilen, ja noch nicht mal den Suizid als letzten Ausweg verhindern. Aber vielleicht würden die Betroffenen zumindest eine kleine Erleichterung verspüren, und vielleicht wäre dies ein erster Schritt in die richtige Richtung…

You’ll never walk alone?

 Veröffentlicht vom um 11:14  Gedankenkram
Nov 122009
 

You’ll never walk alone” wird gerne in den Fußballstadien gesungen. Doch manchmal sind Menschen trotz einer großen Anhängerschar, trotz zahlreicher Bewunderer, trotz Freunde, trotz Familie alleine.

Insgesamt leiden in Deutschland derzeit rund vier Millionen Menschen an einer behandlungsbedürftigen Depression, schätzt die Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Jeder Fünfte erkranke einmal in seinem Leben daran [Quelle]. Noch schlimmer als die Krankheit selbst ist die Tatsache, dass viele Menschen sie verbergen. Depression ist nach wie vor ein Tabuthema, und bei unserer gesellschaftlichen Entwicklung steht zu befürchten, dass sich diesbezüglich nichts ändert. Stark sein, Leistung, Wachstum, Ellbogen, Angst vor Jobverlust, vor der Armut, Krankheiten verschweigen oder nicht auskurieren… das ist heutzutage gefragt.

Mit dem Tod von Robert Enke rückt dieses Dilemma – zumindest kurzzeitig – in die Öffentlichkeit. Aber die vielen anderen Menschen, die an dieser Krankheit leiden, die sich mit Selbstmordabsichten tragen oder diese umsetzen, das Leid dieser Menschen bekommt in der Öffentlichkeit niemand mit. Und bald werden auch die “einstigen Helden” wie Robert Enke oder Sebastian Deisler zwar nicht aus den Köpfen verschwunden sein, aber mit den Umständen und ihrer Krankheit wird sich kaum noch einer befassen.

Egal, wie viele Menschen sich um jemanden, der unter Depressionen leidet, bemühen, wie viele einen unterstützen – you walk alone!

Als Nachtrag ein Lesetipp: Spiegelfechter – der Freitod eines Torwarts und die Ethik.

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