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Kiez

Rund um den Kiez

Oh – Sole mio

 Veröffentlicht vom Stef um 13:38  Kiez
Jan 062012
 

Ich wohne jetzt seit fast vier Jahren in diesem Kiez und habe es bislang tatsächlich immer versäumt, hier meine “Stammpizzeria” zu würdigen. Schande über mich!

Wobei – Stammpizzeria ist da vielleicht auch schon ein wenig zu hoch gegriffen, es ist eher die Stammbesuchspizzeria – allein speise ich dort nämlich eher selten. Wenn ich allerdings Besuch habe kehren wir dort gerne und regelmäßig ein, denn mal ganz abgesehen vom leckeren Essen liegt das Sole mio gerade mal zwei Ecken von meiner Wohnung entfernt.

Das Restaurant wirbt mit “Preisen wie vor 20 Jahren”, und das ist noch nicht mal fürchterlich übertrieben. Überhaupt muss man sagen, dass im Sole mio die Zeit vor 25 Jahren stehen geblieben zu sein scheint: Interieur, Angebot, die Hintergrundmusik – alles wirkt so, als hätte sich seit Eröffnung in den späten 80ern dort nicht viel geändert. Und das ist keinesfalls als Kritik zu verstehen, sondern eher im Gegenteil – der 80er-Charme könnte wunderbar als Geschäftskonzept durchgehen. ;)

Nun aber zum Wichtigsten, zum Schmaus: Das Angebot ist nicht üppig, auf großartige Experimente wird verzichtet, aber alles, was die Küche zubereitet, ist absolut schmeckig! Wobei – zumindest bei mir – bei der regelmäßigen Frage “Pizza oder Pasta” meist die Pasta gewinnen. ;) Der Service ist aufmerksam und freundlich, ein kleiner Appetithappen vor und ein Gläschen Hochprozentiges nach dem Essen wird aufs Haus serviert, und wenn die – im Sommer sehr begehrten – Plätze draußen alle belegt sind schleppt der Kellner auch bereitwillig extra Tische und Stühle auf die Straße. Und wenn diesen Sommer der Flughafen in Tegel schließt dürfte das Draußensitzen noch wesentlich angenehmer werden.

Nun würde ich ja gerne an dieser Stelle auf die Webseite oder zumindest den Qype-Auftritt verweisen, allein nichts davon gibt es – im Web ist das Sole mio quasi inexistent. Aber offensichtlich können sie sich mit ihren Stammkunden über Wasser halten – auch wenn einer davon nur ein paar mal im Jahr mit seinem Besuch dort einkehrt. ;)

Ristorante Pizzeria Sole mio, Ottawistr. 3, Berlin-Wedding, ÖPNV: U-Bhf Rehberge. Öffnungszeiten täglich außer Dienstags.

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Müller-Tipps

 Veröffentlicht vom Stef um 14:15  Berlin, Kiez
Dez 152011
 

Einst war die Müllerstraße die Einkaufsstraße im Wedding, in den 60ern wurde sie noch “Kudamm des Nordens” genannt und lud zum Bummeln, Flanieren und Kaufen ein. Seit einigen Jahren geht es allerdings mit der Straße bergab – viele kleine Läden mussten schließen, an ihre Stelle traten Billigbäcker, Dönerläden, Spielhallen und Nagelstudios. Die Müllerhalle steht fast leer und soll bald abgerissen werden, einer der drei letzten großen Ketten, die Boutique Charme & Anmut, schließt noch dieses Jahr.

Nun soll ein vom Bund subventioniertes Konzept unter dem Titel „Aktive Stadtzentren“ der Straße (und fünf weiteren Berliner Ecken) wieder mehr Leben einhauchen. Am Leo passiert schon so einiges – sogar als neuer Kulturort ist er im Gespräch – aber um die Müllerstraße wieder in eine angenehme Einkaufsstraße zu verwandeln muss noch deutlich mehr geschehen – schließlich erhöht sich die Kaufkraft der hier lebenden Bevölkerung nicht durch ein paar Kulturveranstaltungen oder neue Blumenkübel.

Gerade hat das “Geschäftsstraßenmanagement” das erste “Themenmagazin” mit Namen “Müller-Tipp” herausgebracht: In diesem 45 Seiten starken Heftchen geht es um das wichtigste, nämlich um “Hunger und Durst”. 14 Orte, an denen man lecker essen (und trinken) kann werden hier vorgestellt, natürlich auch mein Lieblingscafé. Der “Müller Tipp” liegt kostenlos in diversen Geschäften in der Müllerstraße aus und lädt zum Entdecken ein.

Lesetipps: Die Geschichte der Müllerstraße | Aktives Zentrum Müllerstraße | “Ecke Müllerstraße” – die kostenlose Kiezzeitung zum Herunterladen.

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Auch Ohne Nur Sagen

 Veröffentlicht vom Stef um 18:24  Kiez
Dez 062011
 

Eigentlich wollte ich unter diesem Titel lediglich folgenden Ausschnitt der Speisekarte zeigen…

…dazu vielleicht noch einen kurzen Text à la mal sehen was passiert, wenn ich beim Test dieses Thai-Restaurants umme Ecke einfach “auch ohne nur” sage…

Aber dann lag dieser Beitrag einfach ein paar Tage zu lange in der Pipeline, denn gestern vor Kurzem haben wir das Restaurant hinter der Speisekarte besucht: Das “Bai Tong”. Anstatt lange Texte aus den Fingern zu saugen zitiere ich an dieser Stelle einfach mal einen Qype-Bericht:

Sehr authentisches Thai-Restaurant, das mit seiner offenen Küche etwas an die dortigen Garküchen erinnert. Viel besucht von Landsleuten, die sich an der Theke amüsieren, oder Thaifrauen mit deutschem Ehemann.
Die Karte ist voller amüsanter Rechtschreibfehler, aber die Gerichte sind günstig, lecker und etwas origineller als in den üblichen Asia-Restaurants. Köchin und Service geraten leider schnell an ihre Grenzen, wenn es etwas voller wird.

Ja, “authentisch” dürfte der Begriff der Wahl sein. Günstig hingegen ist anders, das Preisniveau ist “schwer gehobener Wedding” – das allerdings bei diesem Essen völlig zurecht! Vor allem mein Huhn mit rotem Curry und Ananas war sehr gelungen und ließ auch die andere Schnute in Verzückung geraten. Dazu hatten wir, wenn man die Qype-Artikel liest, anscheinend auch Glück: Wir erwischten einen der Abende, an denen der Service nicht an seine Grenzen geriet. ;)

Wer also lecker – und etwas originaler – Thai essen möchte, dazu kein gehobenes Ambiente benötigt, der ist im Bai Tong richtig. Und sollte der Service einmal einen schlechten Tag haben muss man trotzdem nicht verhungern: Ein paar Meter weiter findet man den Stefschen Stammitaliener – und dessen Personal hat eigentlich nie schlechte Tage… ;)

Ach ja, natürlich hatte ich vergessen ”auch ohne nur” zu sagen…

Bai Tong, Schöningstr. 2, Berlin-Wedding, U Rehberge. Öffnungszeiten: Täglich 15 bis 23 Uhr.

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Darum gerade nicht!

 Veröffentlicht vom Stef um 09:33  Berlin, Kiez, Politik
Sep 132011
 

Die CDU will mit dem Argument “Gegen Straßenumbenennungen im Afrikanischen Viertel” für Stimmen werben:

Ich habe da so meine eigene Meinung. Und wohl nicht nur ich.

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Besucherstammcafé

 Veröffentlicht vom Stef um 12:24  Kiez, Misc
Aug 312011
 

Wie erwähnt gibt es hier im Wedding ein kleines, sehr gemütliches Café mit leckerem selbstgemachten Kuchen. Allerdings ist der Stef kein großer “Allein-im-Café-Sitzer”, weshalb ich in den letzten Wochen auch nur selten nicht dort war. Ja, Schande über mich. Da ich nun aber, wie ebenfalls erwähnt, in den letzten Tagen Besuch hatte, wurde das Café zuletzt das ein oder andere oder andere oder… mal frequentiert. :)

Sollte ich es in diesem Beitrag noch nicht erwähnt haben – es handelt sich natürlich um das Gilmore’s in der Müllerstraße. Beim Namen des Cafés wurde die Inhaberin – der ein oder andere fernsehaffine Leser wird es sich schon gedacht haben – von der amerikanischen Serie Gilmore Girls inspiriert. Ich kenne diese Serie (noch?) nicht, die ein oder andere schwärmte aber schon recht begeistert davon, so dass ich da wohl demnächst mal reingucken muss werde. ;)

Egal ob man zu dem wirklich guten Kaffee nun Beerentorte, Zupfkuchen, Mandarinejoghurtsahne oder den absolut genialen Käsekuchen mit Mandeldecke verspeist – lecker isses in jedem Fall. Aber zu einem Stammcafé – auch wenn es meist nur ein “Besucherstammcafé” ist – gehört auch, dass man sich einfach wohl fühlt. Und in dem Falle sieht das ganz so aus:

Na, und sicherlich höchstwahrscheinlich werde ich mich auch demnächst mal alleine ins – oder bei gutem Wetter vor das – Gilmore’s setzen und leckeren Kuchen genießen. Habe ich mir jedenfalls vorgenommen…

Gilmore’s Café Bar, Müllerstraße 70 b, Wedding. U-Bhf Rehberge (U6), Ausgang Liverpooler Straße. Öffnungszeiten: Mo-Fr 09:00 – 18:00 Uhr, Sa+So 14:00 – 18:00 Uhr, Mittwoch Ruhetag. www.gilmores-berlin.de

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Wegen der Sicherheit

 Veröffentlicht vom Stef um 14:59  Kiez, Schnappschüsse
Jul 222011
 

Im Gegensatz zu früher leben Kinder heutzutage extrem gefährlich, weshalb man jetzt im Volkspark Rehberge das bewährte Sicherheitskonzept für die lieben Kleinen weiter ausbaut:

Warum allerdings nicht das gesamte Spielgerät innerhalb der Umzäunung steht erschließt sich mir nicht so ganz… ;)

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Früh übt sich

 Veröffentlicht vom Stef um 16:04  Berlin, Kiez, Schnappschüsse
Jul 132011
 

Sommerferien in Berlin. Damit die lieben Kleinen auch in dieser Zeit luftig und gut bewacht versorgt sind gibt es im Volkspark Rehberge einen Sommerhort:

Ja, das Gelände hinter dem hübschen Bauzaun besteht wirklich nur aus ein paar liegenden Baumresten und Gestrüpp. Aber gerade im Wedding sind es die Kids ja gewohnt, kreativ zu sein, sprich aus nix irgendwas zu machen. Und wenn sie es nicht gewohnt sind sollten sie es üben, da die Gelder für Jugendprojekte in Berlin immer weiter gekürzt werden…

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Im nächsten Frühjahr

 Veröffentlicht vom Stef um 14:23  Kiez
Jul 072011
 

…wird das Café Gulliver tatsächlich wieder eröffnet!
Das Café Gulliver
Das sagte mir gestern jedenfalls ein dort arbeitender Handwerker. Na, und da ja in absehbarer Zeit TXL geschlossen wird könnte es dann dort im nächsten Sommer auch richtig gemütlich werden. :)

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Gulliver – tut sich da was?

 Veröffentlicht vom Stef um 17:41  Kiez
Jun 222011
 

Zwei Jahre nach Wiedereröffnung der Freilichtbühne Rehberge schlummert das gegenüberliegende frühere Café Gulliver nach wie vor friedlich vor sich hin. Mittlerweile scheint sich allerdings auch dort etwas zu entwickeln, jedenfalls ist das heftig wildernde Grün um das Gebäude herum gestutzt, und im Haus selbst wurde heute auch gewerkelt:

Sollte es in Zukunft doch ein (weiteres) Café im Park geben? Lassen wir uns mal überraschen…

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Spätvorstellung

 Veröffentlicht vom Stef um 23:24  Kiez, Kurz notiert
Mai 202011
 

Von wegen keine Kultur im Wedding: Das Stück, welches ich bis gerade in meiner Loge an meinem Fenster verfolgen durfte, war schon recht großes Kino Theater. Gut, so ganz genau habe ich den Inhalt nicht verstanden, aber die drei Hauptdarsteller – sowohl die Frau am Fenster, die so inbrünstig mit schriller Stimme die vulgärsten Ausdrücke keifte die sie finden konnte, als auch die beiden jungen Männer vor dem Fenster, deren Beleidigungen durch jugendlich-migrantische Sprachfärbung noch zusätzlich an Qualität gewannen – bemühten sich redlich. Ein wenig kurz war die Aufführung vielleicht, lediglich knappe 15 Minuten, aber zum einen kommt es ja auf die Intensität an, zum anderen lassen sich die Protagonisten immer wieder zu kleinen Zugaben hinreißen. Auch der Benedikt, der via Satellit Telefon zugeschaltet war, zeigte sich beeindruckt. Man fühlte sich ein klein wenig an die Vorstellungen im Schauspielhaus am Leo erinnert. ;)

Ach ja, mein Wedding…

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