oder: Alte Männer und die Musik Teil 3.
Herman van Veen, geboren am 14. März 1945 in Utrecht, ist ein niederländischer Sänger, Violinist, Schriftsteller, Liedtexter und Komponist. Oder kurz gefasst: Ein Clown – jedenfalls auf der Bühne. In Deutschland wurde er in den 70ern hauptsächlich durch “ich hab’ ein zärtliches Gefühl” und “Alfred Jodokus Kwak” bekannt.
Letztens fand ich von ihm auf dem Grabbeltisch eines Buchladens eine Konzert-DVD von 2002, für einen Spottpreis, und natürlich musste ich sie mitnehmen. Seine DVDs kann man im Prinzip “blind” kaufen, man weiß eigentlich immer – und zugleich nie – worauf man sich einlässt. Immer, weil es jedesmal eine ähnliche Mixtur aus Liedern, kleinen Anekdoten, Zauberei und Clownerei ist. Nie, weil man nie weiß, welche Zusammenstellung, welche Clownereien er dieses mal serviert.
Natürlich geben solche DVDs nur einen kleinen Einblick in seine Konzerte, zumal van Veen auch bekannt für sehr lange Vorstellungen ist. Drei mal habe ich ihn live gesehen, das letzte mal in der – mittlerweile abgerissenen – Kölner Sporthalle (ist also schon das ein oder andere Jährchen her), und da spielte er dreieinhalb Stunden – zuzüglich Pause. Ich weiß nicht, wer anschließend geschaffter war – er oder das Publikum.
Egal ob DVD oder live – wenn man sich drauf einlässt kann man einen wunderbaren Clownsabend erleben – heiter, traurig, und gerne mal ziemlich durchgeknallt. Fein!




















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