- Ich bin überrascht: Um vorauszusehen dass Bayern und Dortmund an der Tabellenspitze stehen braucht man keine Glaskugel. Dass Gladbach nach wie vor so gut dasteht ist schon deutlich überraschender. Da hatten sie mit Trainer Favre wohl ein gutes Händchen.
- Favre war auch mal Trainer bei Hertha BSC. Die haben ihren Trainer gerade entlassen. Fünf Pflichtspiele lang durfte er die Mannschaft betreuen, alle gingen verloren. Eine ähnlich triste Serie schaffte zuletzt wahrscheinlich Bernd Krauss anno 2000 in Dortmund. Vor zwei Jahren hatte Herthas Management zu lange am späteren Abstiegstrainer festgehalten. Diesen Fehler wollten sie diesmal wohl nicht wiederholen. Am Ende der Saison wird man wissen, ob es dieses mal besser ausgeht.
- Der HSV hat gewonnen. Schon wieder. Ähnlich wie vor 14 Tagen allerdings gegen eine Mannschaft, die eher nicht zu den ganz Großen gehört - auch wenn die Beteiligten meinen, Köln und sein erster Fußballclub seien der Nabel der Welt. Wie auch immer, gewonnen, zu null gespielt – da will ich mal nicht motzen.
Misc
Gemischter Kleinkram
Einer der größten Hits des Duos Simon & Garfunkel ist das Lied “The sound of silence”. Ich liebe die (erste) Akustik-Version vom Album Wednesday Morning, 3 A.M., ich liebe die Live-Version vom Central Park-Album. Und auch die 91er-Live-Solo-Version von Paul Simon ist durchaus hörbar. Die einzige Version, die mir nicht sonderlich gefällt, ist die (zweite) vom Album “Sounds of silence”. Also die, die am bekanntesten ist. Naja, mit Massengeschmack hatte ich es eh noch nie so.
Wie auch immer – Simon & Garfunkel mit “the sound of silence”, live im Central Park 1981:
Wobei die beiden besten Songs des Duos nachwievor “Bridge over troubled water” und “The boxer” sind. Sag ich jetzt einfach so.
Vor 27 Jahren hatte ich ihn das letzte mal gesehen, kürzlich fand ich ihn auf dem Grabbeltisch, und natürlich musste ich ihn mitnehmen: Fritz Langs Klassiker von 1931 “M – Eine Stadt sucht einen Mörder“.
Eigentlich bin ich ja kein großer Freund von so uralten Filmen, aber ich wurde angenehm überrascht, sowohl vom Handwerklichen (interessante, sehr gelungene Erzählstruktur, teils sehr witzige Kameraperspektiven) als auch vom Inhalt her (trotz des ernsten Themas viel – freiwillige und auch unfreiwillige – Komik). Nur das Ende hätte man heutzutage wohl etwas weniger abrupt gestaltet – wobei es sich hier auch um eine Eigenart dieser restaurierten Fassung von 2002 handelt. Zum Glück wartet diese, dem Original sehr nahe kommende, Fassung mit recht guter Bildqualität auf. Lediglich der Tonschnitt ist manchmal etwas anstrengend, wobei nicht so recht klar ist, ob es sich um ein Stilmittel oder Experimente mit dem neuem Medium Tonfilm handelt oder einfach nur dem Alter des Films geschuldet ist.
Eigentlich hatte ich mir den Film ja nur geholt, weil es sich um einen “wahren Klassiker” handelt (und ich von Langs Werk Metropolis schon recht angetan war), aber im Nachhinein entpuppte es sich als richtig guter Kauf. Vor 27 Jahren war der Film irgendwie nur halb so cool, aber das ist wohl typisch für Schulveranstaltungen…
Die BSR greift auch gerne mal auf alte Sprichwörter zurück:

Allerdings sterben die Generationen, die damit noch was anfangen können, wahrscheinlich langsam aus…
1:1 gegen die Bayern – wenn man bedenkt, dass der HSV vor zwei Wochen gegen eine andere Mannschaft aus dem Führungsquartett noch mit 1:5 untergegangen ist, außerdem das Hinspiel mit 0:5 verloren hat, dann kann man mit dem Ergebnis doch ganz zufrieden sein. Selbst wenn “mein Verein” diesmal die ausdrückliche Erlaubnis zum Sieg hatte – von einer VfB-Fanin! Gut, ich revanchiere mich: Am Mittwoch im Pokal darf gerne auch ihr Verein gewinnen.
Außerdem können so langsam die Wetten wieder beginnen, ob Berlin in der nächsten Saison noch eine erstklassige Fußballmannschaft hat. Es fällt relativ leicht zu prognostizieren: Wenn Hertha so weiterspielt, dann nicht…
oder: Alte Männer und die Musik Teil 3.
Herman van Veen, geboren am 14. März 1945 in Utrecht, ist ein niederländischer Sänger, Violinist, Schriftsteller, Liedtexter und Komponist. Oder kurz gefasst: Ein Clown – jedenfalls auf der Bühne. In Deutschland wurde er in den 70ern hauptsächlich durch “ich hab’ ein zärtliches Gefühl” und “Alfred Jodokus Kwak” bekannt.
Letztens fand ich von ihm auf dem Grabbeltisch eines Buchladens eine Konzert-DVD von 2002, für einen Spottpreis, und natürlich musste ich sie mitnehmen. Seine DVDs kann man im Prinzip “blind” kaufen, man weiß eigentlich immer – und zugleich nie – worauf man sich einlässt. Immer, weil es jedesmal eine ähnliche Mixtur aus Liedern, kleinen Anekdoten, Zauberei und Clownerei ist. Nie, weil man nie weiß, welche Zusammenstellung, welche Clownereien er dieses mal serviert.
Natürlich geben solche DVDs nur einen kleinen Einblick in seine Konzerte, zumal van Veen auch bekannt für sehr lange Vorstellungen ist. Drei mal habe ich ihn live gesehen, das letzte mal in der – mittlerweile abgerissenen – Kölner Sporthalle (ist also schon das ein oder andere Jährchen her), und da spielte er dreieinhalb Stunden – zuzüglich Pause. Ich weiß nicht, wer anschließend geschaffter war – er oder das Publikum.
Egal ob DVD oder live – wenn man sich drauf einlässt kann man einen wunderbaren Clownsabend erleben – heiter, traurig, und gerne mal ziemlich durchgeknallt. Fein!
“Viel Bewegung ist wichtig für Ihre Gesundheit, Herr Stef” sprach kürzlich die Frau Mama Doktor. Nun gut, welche Möglichkeiten gäbe es denn da, mal abgesehen von meinen täglichen regelmäßigen Spaziergängen? Joggen ist, trotz meiner momentan elfengleichen Statur, wegen Bändern und Gelenken seit Ewigkeiten kein Thema mehr. Schwimmen? Gerne, im Meer, in Seen, zur allergrößten Not auch noch in Freibädern. In ein Hallenbad kriegt mich keiner freiwillig rein. Mit Skistöcken durch den Park latschen? Hab ich probiert, muss damit langen. Muckibude oder Sportverein? Aus mehreren guten Gründen auch kein Thema. Hm, viel bleibt da nicht übrig…
Die Bewegung sollte wetter- und zeitunabhängig möglich sein, also am besten inhäusig. Sprich in meinem Haus! Da wir aber kein Fitnessstudio im Keller haben spiele ich nun mit dem Gedanken, mir einen Crosstrainer zu kaufen. Die Dinger sind zwar nicht sonderlich handlich, und auch der Anschaffungswiderstand ist nicht gering, aber wenn ich das Ding regelmäßig nutze – ja, ich weiß, das haben schon viele vergeblich versucht
– sollte es weder am Platz noch aus monetären Gründen scheitern.
Nun kann mir meine sportaffine Leserschaft ja vielleicht den ein oder anderen Tipp geben oder die eigenen Erfahrungen mitteilen. Damit der Stef auch morgen noch kraftvoll zubeißen kann möglichst fit bleibt und Krankenhausbesuche auch weiterhin eine absolute Ausnahme bleiben…
Der HSV hat sich nach der bösen Schlappe gefangen und gewonnen, auswärts zudem. Ich bin mächtig beeindruckt. Wobei, wenn man bedenkt gegen wen er gewonnen hat: Eine Mannschaft im Abwärtstrend, zudem mit neuem Trainer, also mit dem neuen Trainer… Wie auch immer, ich bin erfreut. Auch über den Vierkampf an der Tabellenspitze. Nicht dass ich glaube, dass es bis zum Endspurt so spannend bleibt, aber dann genießt man eben den Augenblick…
Der ein oder andere hatte vielleicht mitbekommen, dass ich gesundheitlich seit geraumer Zeit nicht sonderlich auf der Höhe bin. Heute gab es dann eine abschließende Untersuchung (die im Übrigen eher nicht zu den Dingen gehört, auf die man sich wochenlang vorfreut, wobei sich die Wartezeit im Krankenhausflur mit dem Wehklagen der Patienten in den Ohren auch nicht gerade positiv auf die angespannten Nerven auswirkt), und die Diagnose ist… tja, wie soll man sagen… temporär beruhigend. Sprich: Eine sofortige OP ist nicht notwendig (der Leser hört das Plumpsen des Felsbrockens!), aber wenn der Mist wieder auftritt werde ich wohl nicht drum rum kommen. Wie gesagt: Temporär beruhigend.
Wie auch immer, ein wenig Anspannung der letzten Tage fällt gerade ab (ja, genau, auch dieses Plumpsen ist deutlich zu hören), und jetzt kann ich mich dann doch langsam auf den für bald erwarteten Besuch freuen. Fein.
Wie angedroht erwähnt verfolge ich ja allabendlich das Dschungelcamp. Nun hätte dies allein ob der eher mäßig spannenden Staffel nur begrenzten Unterhaltungswert, sehr nett ist es aber, wenn man nebenher zwitschert und die #Dschungelcamp-Tweets verfolgt. Und wenn man während der – überraschend wenigen – Werbepausen mit dem Benedikt telefoniert. Das klingt dann nämlich so wie man sich zwei alte Männer im Ärztewartezimmer vorstellt: Es wird gejammert, gewehklagt und gesoifzt. Alles im Übrigen völlig zu recht, denn wer so kränkelt leidet wie wir zur Zeit, der darf das auch, oder besser gesagt: Er muss es als Mann auch.
Nun stellt sich die Frage, was diese abendlichen “Jammerpausen” eher beendet: Die sehnsüchtig erwartete Gesundung oder der Abbruch des Camps wegen Regens. Wir sind gespannt. Ein wenig.


