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Misc

Gemischter Kleinkram

Kölle, do bess e Jeföhl*

 Veröffentlicht vom Stef um 13:45  Gedankenkram, Misc
Mrz 242009
 

Achteinhalb Jahre habe ich in Köln gelebt. Ich habe mich dort wohlgefühlt, von Anfang an war dies irgendwie “meine Stadt”. Es war eine aufregende, interessante Zeit, aber irgendwann war mir die Stadt zu hektisch, die Menschen zu nervig und zu oberflächlich, und irgendwie hatte man auch alles gesehen. Nun war ich, nach längerer Zeit, mal wieder für einen Kurzurlaub dort. Natürlich kamen viele Erinnerungen hoch, die Stadt wirkte vertraut, aber es ist einfach nicht mehr “meine Stadt”. Sie ist – verglichen mit Berlin – miefig, provinziell, sauteuer, und alles andere als hektisch – eher im Gegenteil. Auch mit “dem Kölner an sich” (den es in Köln ebenso häufig bzw. selten gibt wie den “echten Berliner” in Berlin) kann ich nicht wirklich was anfangen: Der Kölner ist, was seine Stadt angeht, größenwahnsinnig, und so geht Köln auch der Charme der “bekennend kleinen Großstadt”, wie zum Beispiel Stuttgart, völlig ab. Nein, ihr Kölner, eure Stadt ist nicht der Nabel der Welt! ;)

Typisches Köln-Foto: Blick über die Hohenzollernbrücke auf den Dom

Aber Köln ist für mich auch etwas anderes als die Stadt. Es sind die Freunde, die für mich das “Köln-Gefühl” ausmachen. “Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl” singt Grönemeyer. Ob ich direkt von Heimat sprechen will weiß ich nicht – dazu bin ich zu häufig umgezogen, habe einfach keine festen Wurzeln. Aber ein Zuhause ist auf jeden Fall dort, wo die Menschen sind, die man liebt. Das durfte ich jetzt wieder feststellen. Und da beginnt eben das Dilemma: Hier in Berlin fühle ich mich sauwohl, es ist – mittlerweile oder wieder – “meine Stadt”. Mit Köln verbindet mich “nur” noch die paar Menschen, die mir so nahe – und zur Zeit doch so fern – sind. Hm, schrieb ich da nur?

*Köln, du bist ein Geföhl. (De Höhner)

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Mrz 212009
 

23:40 Zeit fürs Bett, die letzten Nächte waren schon nicht sonderlich schlafintensiv.

0:10 Der Schnarchbär macht seinem Namen alle Ehre.

0:30 Zum Schnarchen des Bären gesellt sich der Radau des Kühlschranks. In Wirklichkeit ist das kein Kühlschrank sondern eine Rakete, die mehrfach in der Nacht versucht, abzuheben. Bestimmt.

0:40 Wuchte die Luftmatratze in den Flur. Eng dort, aber ruhig.

1:00 Merke, wie immer mehr die Kälte von unten hochkriecht. Eng und kalt – aber ruhig.

1:15 Es wird immer kälter. Doofe Steinfliesen. Betreibe Extrem-Deckeneinwickling. Unbequem, eng und kalt – aber ruhig.

1:40 Kapituliere: Wuchte die Luftmatratze wieder zurück.

1:50 Beschließe, den Discman anzuwerfen. Der Schnarchbär ist in seinem Element. Der Kühlschrank auch.

1:53 Drehe Discman lauter, um den Schnarchbären zu übertönen.

3:10 CD zu Ende. Stille. Bis auf das Fiepen im linken Ohr.

3:30 Das Fiepen im linken Ohr lässt nach, dafür schnarcht der Schnarchbär wieder.

3:40 Schreibe im Geiste diesen Text. Zuhause hätte ich ihn direkt in den Laptop getippt. Hm, zuhause würde keiner schnarchen…

3:50 Kälte von unten lag wohl nicht nur an den Steinfliesen im Flur. Beginne, zu frösteln. Der Schnarchbär schnarcht nach wie vor.

4:00 Schreibe diesen Text jetzt auf Papier, befürchte, nach dem Aufstehen nicht mehr in der Lage zu sein, die Nacht zu rekapitulieren.

4:10 Überlege, dass Joggen zum Sonnenaufgang am Rheinufer doch auch ganz nett wäre. Verwerfe die Idee, da keine Turnschuhe dabei. Aber ein gemütlicher Spaziergang am Rhein um 4 Uhr morgens wäre doch auch ganz nett. Wahrscheinlich sehr kalt, aber ruhig.

4:20 Spiele mit dem Gedanken, den Schnarchbären heimlich zu ersticken. Würde aber wahrscheinlich das Schlafproblem nur temporär lösen. Außerdem ist er ja ein Lieber – wenn er nicht gerade schnarcht.

4:25 Das Schnarchen lässt so ganz langsam nach. Auch die Rakete der Kühlschrank war schon länger ruhig.

4:26 Der Kühlschrank lärmt wieder. Hm, ob das auch andersrum geht? Stelle mir intensiv Ruhe vor. Komplette Ruhe. Bin müde.

5:00 Scheine langsam einzuschl….

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Der gläserne Patient

 Veröffentlicht vom Stef um 13:22  Misc, Politik
Mrz 182009
 

Sie kommt, die elektronische Gesundheitskarte. Mittlerweile habe ich auch von meiner Krankenkasse eine Aufforderung die Bitte erhalten, ihnen ein Foto für die neue Karte zu zu schicken. Ich habe widersprochen. Mal ganz abgesehen davon dass wir ja wissen, wie sicher unsere elektronischen Daten sind *hüstel* gibt es da ja noch die informelle Selbstbestimmung: Ich will entscheiden, wer von meinen Krank- und Gesundheiten wieviel weiß! Wären bessere Hilfe für die Patienten, Bürokratieabbau und die Sicherheit der Daten gewährleistet hätte ich mit einer solchen Karte keine Probleme. Aber mein Vertrauen in die Behörden diesbezüglich ist nicht mehr gegeben. Mal sehen, wie meine Krankenkasse reagiert.

Möge dieses Szenario – der gläserne Patient – verhindert werden:

Der gläserne Patient

(geknippst bei der Datenschutz-Demo in Berlin im Oktober 2008)

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DonnerWetterFrühlingsVogel beta

 Veröffentlicht vom Stef um 14:56  Misc, Software
Mrz 172009
 

ScreenshotDas Wetter apriliert, sprich dunkle Wolken wechseln sich in Sekundenschnelle mit strahlendem Sonnenschein ab. Bis das Wetter weiß was es will beschäftige ich mich daher mal mit dem Thunderbird 3, vom dem gerade die Beta 2 erschienen ist – freundlicherweise auch auf deutsch! Da ich sowieso immer nur die Versionen von portableapps nutze ist ein Parallelbetrieb problemlos machbar. Viel mehr als einen ersten optischen Eindruck darf man nicht erwarten – die Erweiterungen noch inkompatibel, Lightning noch nicht integriert, je nun, warten wir also noch ein Weilchen…

Erfreulicherweise hat sich das Wetter mittlerweile für Sonnenschein entschieden, weshalb ich mich dann bei einem kleinen Spaziergang rund um den Plötzensee mal so richtig durchblasen durchpusten lasse…

Plötzensee

Ist auch schöner so… :)

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KDD – Hill Street in X-Berg

 Veröffentlicht vom Stef um 11:58  Misc, Nachgeschaut
Mrz 142009
 

Die Serie Kriminaldauerdienst lief irgendwie immer an mir vorbei. Zu Unrecht, wie ich jetzt feststellen durfte. Durchgeknallte Cops, mehrere Fälle parallel, einige, wie auch die privaten Geschichten um die Ermittler, über mehrere Folgen fortlaufend, eine chaotische Kameraführung – irgendwie erinnert mich das an die geniale Krimiserie aus den 80ern, Polizeirevier Hill Street. Bender statt Esterhaus, Kreuzberg statt Chicago, aber ansonsten passt das. Und erfreulicherweise ist das Plagiat die Adaption nicht schlechter als das Original. Eine weitere Gemeinsamkeit: Beide Serien bekamen gute Kritiken und hatten geringe Einschaltquoten. Schade eigentlich. KDD – Kriminaldauerdienst – immer freitags auf arte.

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Unbehagen

 Veröffentlicht vom Stef um 19:10  Gedankenkram, Misc
Mrz 132009
 

Nach dem Amoklauf wird überall diskutiert – auf der Straße, im Netz, in den klassischen Medien. Verständlich, und vielleicht auch gut so, bedeutet es doch, dass solche Dinge – noch – nicht Alltag sind. Dennoch überkommt mich bei dem medialen Overflow das große Unbehagen: Nicht nur die Masse an Sondersendungen, Specials und Brennpunkten, in denen viele Experten (und solche, die sich dafür halten oder gehalten werden) Spekulationen (warum ist das passiert – bei der momentanen gesellschaftlichen Stimmung wundert mich viel mehr, dass es nicht weitaus häufiger geschieht) und Allgemeinplätze von sich geben. Auch wenn es leise Stimmen gibt – mit der Forderung nach Konsequenzen ist man schnell bei der Hand: Strengere Waffengesetze (könnte ich persönlich gut mit leben, ob es was nützt ist eine andere Sache), Verbot von Computer- oder zumindest “Ballerspielen” (die Kategorisierung wird sicher lustig werden). Und für so manchen ist jetzt natürlich wieder das böse Internet schuld – auch wenn die angebliche Androhung dort anscheinend ein Fake war. Dass ausgerechnet der Innenminister zu denjenigen gehört, die diesbezüglich gemäßigt reagieren, hat mich allerdings verwundert.

Kann man den Vorfall erklären? Wie kann man so etwas in Zukunft verhindern? Und vor allem – wie geht man damit um? Untersuchungen ergaben, dass man mit “medialer Verschwiegenheit” keine Plattform für Nachahmer schafft (ich bin überzeugt, dass es auch in Berlin weitaus weniger Angriffe auf Busfahrer gäbe, hielte sich die lokale Presse mit Meldungen diesbezüglich zurück), aber ganz auf die Berichterstattung verzichten? Zumindest wäre es wünschenswert, sich in Zurückhaltung zu üben. Qualität statt Quantität. Und vor allem: Nicht nach drei Tagen abhaken und sich beim nächsten ähnlichen Vorfall betroffen fragen, wie denn das passieren konnte und wie man es in Zukunft verhindern könnte…

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Saggemal (2)

 Veröffentlicht vom Stef um 11:27  Misc
Mrz 112009
 

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Endlich wieder handcoded

 Veröffentlicht vom Stef um 14:04  Misc, Software
Mrz 092009
 

In einer Zehnstundenfrickelei die zerschossene Seite neu gebastelt, diesmal ohne WordPress und ohne Datenbank, reines HTML. Schön, mal wieder ein größeres Projekt “von Hand zu frickeln”. Als Editor dient mir PlainEdit (Freeware, portabel), obwohl ich auch einen wirklich guten Freeware HTML-Editor in meiner Programmsammlung habe. Heute ging es darum die Links, die ich gestern nicht direkt aussortiert habe, zu prüfen. Kann man händisch machen, mit XENU geht’s allerdings deutlich schneller. Ein kleines, aber mächtiges Programm, das nach Abschluss der Prüfung auf Wunsch in einem Bericht alle fehlgelaufenen URLs u.a. nach den verweisenden Seiten auflistet. Obwohl sich das Programm von selbst erklärt empfehle ich einen Blick auf die deutschsprachige Programmeinführung (mit Screenshots). Nun muss ich “nur noch” die fehlgelaufenen Links rausschmeißen bzw. die Redirects abändern. Immerhin waren noch über 88% aller Links gültig – gar kein schlechtes Ergebnis für eine Seite, die ich komplett das letzte mal vor langer Zeit durchgecheckt habe. Immerhin – das Wetter ist wieder passend. Wobei ich nicht motzen will: Den Sonnenschein am frühen Morgen habe ich für einen netten Spaziergang ausgenutzt, wobei ich mich gewundert habe, wie viel Läden vor 10 Uhr noch geschlossen haben… ;)

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Linie 1

 Veröffentlicht vom Stef um 14:46  Berlin, Misc
Mrz 062009
 

Cover Linie 1 Zum Abschluss eines netten Spaziergangs – so darf sich der Wetterbericht gerne öfters irren – beim Bespaßungshändler meines Unvertrauens den Film Linie 1 auf dem Grabbeltisch entdeckt, da konnte ich einfach nicht widerstehen. Einige Jahre ist es her, dass ich ihn zuletzt gesehen habe – trotzdem konnte ich alle Lieder noch (still) mitsingen. Bei neueren Texten gestaltet sich das deutlich schwieriger… ;) Interessant auf der DVD ist auch das Interview mit dem Produzenten, vor allem wenn er von der technischen Umsetzung erzählt – so wurde der U-Bahnhof in einem Studio aufgebaut, der Wagenkasten eines U-Bahnwagens stand fest im Studio und es wurden “nur” die Kulissen bewegt. Eigentlich habe ich es ja nun gar nicht mit Musicals, aber Linie 1 ist eine absolute Ausnahme. 20 Jahre ist der Film jetzt alt, das Musical selbst wurde erstmals 1986 vom Grips-Theater aufgeführt, aber an Aktualität hat es nichts verloren.

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Alles Gute!

 Veröffentlicht vom Stef um 00:02  Misc
Mrz 062009
 

Mein Lieber, du kannst deinen Geburtstag heute nicht so feiern wie geplant. In Gedanken sind wir bei dir und schicken dir alle Kraft!

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