Achteinhalb Jahre habe ich in Köln gelebt. Ich habe mich dort wohlgefühlt, von Anfang an war dies irgendwie “meine Stadt”. Es war eine aufregende, interessante Zeit, aber irgendwann war mir die Stadt zu hektisch, die Menschen zu nervig und zu oberflächlich, und irgendwie hatte man auch alles gesehen. Nun war ich, nach längerer Zeit, mal wieder für einen Kurzurlaub dort. Natürlich kamen viele Erinnerungen hoch, die Stadt wirkte vertraut, aber es ist einfach nicht mehr “meine Stadt”. Sie ist – verglichen mit Berlin – miefig, provinziell, sauteuer, und alles andere als hektisch – eher im Gegenteil. Auch mit “dem Kölner an sich” (den es in Köln ebenso häufig bzw. selten gibt wie den “echten Berliner” in Berlin) kann ich nicht wirklich was anfangen: Der Kölner ist, was seine Stadt angeht, größenwahnsinnig, und so geht Köln auch der Charme der “bekennend kleinen Großstadt”, wie zum Beispiel Stuttgart, völlig ab. Nein, ihr Kölner, eure Stadt ist nicht der Nabel der Welt!

Aber Köln ist für mich auch etwas anderes als die Stadt. Es sind die Freunde, die für mich das “Köln-Gefühl” ausmachen. “Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl” singt Grönemeyer. Ob ich direkt von Heimat sprechen will weiß ich nicht – dazu bin ich zu häufig umgezogen, habe einfach keine festen Wurzeln. Aber ein Zuhause ist auf jeden Fall dort, wo die Menschen sind, die man liebt. Das durfte ich jetzt wieder feststellen. Und da beginnt eben das Dilemma: Hier in Berlin fühle ich mich sauwohl, es ist – mittlerweile oder wieder – “meine Stadt”. Mit Köln verbindet mich “nur” noch die paar Menschen, die mir so nahe – und zur Zeit doch so fern – sind. Hm, schrieb ich da nur?
*Köln, du bist ein Geföhl. (De Höhner)





Zum Abschluss eines netten Spaziergangs – so darf sich der Wetterbericht gerne öfters irren – beim Bespaßungshändler meines Unvertrauens den 













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