Von wegen keine Kultur im Wedding: Das Stück, welches ich bis gerade in meiner Loge an meinem Fenster verfolgen durfte, war schon recht großes Kino Theater. Gut, so ganz genau habe ich den Inhalt nicht verstanden, aber die drei Hauptdarsteller – sowohl die Frau am Fenster, die so inbrünstig mit schriller Stimme die vulgärsten Ausdrücke keifte die sie finden konnte, als auch die beiden jungen Männer vor dem Fenster, deren Beleidigungen durch jugendlich-migrantische Sprachfärbung noch zusätzlich an Qualität gewannen – bemühten sich redlich. Ein wenig kurz war die Aufführung vielleicht, lediglich knappe 15 Minuten, aber zum einen kommt es ja auf die Intensität an, zum anderen lassen sich die Protagonisten immer wieder zu kleinen Zugaben hinreißen. Auch der Benedikt, der via Satellit Telefon zugeschaltet war, zeigte sich beeindruckt. Man fühlte sich ein klein wenig an die Vorstellungen im Schauspielhaus am Leo erinnert.
Ach ja, mein Wedding…
Gefällt dir der Beitrag?
Zuletzt gesagt