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Das 'Software' Archiv

Freitag, 05. Februar 2010 - Software

Diesem Unmutsäußerungsposting sei vorausgeschickt: Ich halte den Thunderbird immer noch für das mit Abstand beste kostenlose Mailprogramm. Eine Sache allerdings lief beim Donnervogel meiner Meinung nach noch nie wirklich gut, nämlich die Kontenverwaltung. Früher gab es bei Laien regelmäßig große Fragezeichen auf der Stirn wenn der Postausgangsserver in einem separaten Schritt eingestellt werden musste, und so richtig glatt ging das mit der Passwortabfrage beim Einrichten eines neuen Kontos auch nicht. Seit der Version 3 beglückt uns ein neuer “Einrichtungsassistent”, und bereits bei den ersten Tests hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. Nun möchte ich das ganze etwas konkretisieren: Dieser Einrichtungsassistent ist einfach Schrott! Vor allem der Hang, neue Konten direkt als IMAP anzulegen nervt, zumal die Möglichkeit der Änderung eher begrenzt ist. Glücklicherweise richtet man neue Konten nicht täglich ein, und so bleibt nur zu hoffen, dass sich Neulinge durch diesen Assistenten nicht abschrecken lassen.


Samstag, 02. Januar 2010 - Software

“Wozu braucht man denn Tabs in einem Mailprogramm” fragte vor ein paar Tagen der Benedikt. Zugegeben, das habe ich mich, als ich das erste mal von der Tabunterstützung im Thunderbird hörte, auch gefragt. Nun, ob man sie jetzt wirklich braucht ist so ‘ne Sache, aber mancher, der Tabs auch in Browsern nutzt, wird’s ganz angenehm finden, wenn sich Mails in neuen Tabs statt in neuen Fenstern öffnen. Natürlich ist dies kein Muss, wer bei Althergebrachten bleiben will kann dies tun. Dies gilt ebenfalls für den Kalender und – noch im Beta-Stadium – für das Adressbuch.

Die Tabs im Thunderbird

Bei kleinen Monitore kann es praktisch sein, die Ordnerleiste auszublenden und häufig benötigte Ordner in Tabs abzulegen (und ergänzend die Erweiterung QuickFolders zu nutzen), und als besonderes Schmankerl kann man in jedem Tab separat bestimmen, ob man sich die Ordnerliste anzeigen lassen will oder nicht.

Tab Eingangsordner mit Ordnerliste Mail in einem Tab angezeigt Kalender im Tab

Das ganze gibt’s natürlich auch in etwas weniger bunt:

Ob man die Tabs nun nutzt oder das ganze unsinnig findet ist sicherlich Geschmackssache… mir gefällt die Sache jedenfalls ausgesprochen gut, und sie erleichtert die Arbeit bei meinem recht kleinen Monitor deutlich. :)


Dienstag, 15. Dezember 2009 - Software

Den Thunderbird als “Bananensoftware” zu deklarieren wäre unpassend – schließlich sollen die Kunden User, zumindest die bastelfreudigen und -fähigen unter ihnen, ja an diesem Programm mitstricken. Einige waren schon fleißig, aber bei vielen Add-ons muss man noch warten, bis sie mit der Version 3 laufen. Das sind eben die Nachteile an “Mitmachsoftware”.

Mittlerweile läuft der TB 3 bei mir nicht mehr nur im Testbetrieb. Die wichtigsten meiner Lieblings-Erweiterungen (Enigmail, Lightning, MR Tech Toolkit) funktionieren, ebenso das Wörterbuch für die Rechtschreibprüfung.

Zwei Neuerungen der Version 3 gefallen mir besonders: Zum einen die – längst überfällige – Konten- und Ordnerübergreifende Suchfunktion, zum anderen die Tabunterstützung. Das neue “Kontoeinrichtungs-Prozedere” hingegen ist Geschmackssache (für meinen Geschmack ist es nicht gut gelöst), und die neue Archivierungsmöglichkeit werde ich eher nicht nutzen.

Screenshot des Stefschen Thunderbird 3

Erfreulicherweise ist das “Silvermel-Theme” bereits mit der Version 3 kompatibel. Da ich dank der Tabunterstützung die Ordnerleiste sparen kann, ist auch endlich genug Platz für die Kalender- und Aufgabenanzeige von Lightning. :)

Vorläufiges Fazit: Lange hat’s gedauert bis zur Version 3, aber das Warten hat sich gelohnt. Dank der Suchfunktion gibt es selbst für Vielmailer keinen Grund mehr, teure Software zu kaufen, das Programm ist noch ein Stück ausgereifter geworden. So manch inkompatible Add-ons lassen den gewohnten Komfort im Moment noch etwas vermissen, aber meist ist das ja nur eine Frage der Zeit. Spielkinder können aber bereits jetzt gefahrlos umsteigen, auch ein komplettes Neuaufsetzen ist Dank des mittlerweile angepassten Import-Tools möglich.

Ich hoffe, dass Lightning bald in der Version 1.0 erscheint (zur Zeit ist nur eine – funktionsfähige – Betaversion mit dem TB 3 kompatibel), und vor allem, dass die Entwicklung dieses Klassemailers fortgeführt wird!


Sonntag, 13. Dezember 2009 - Kurz notiert, Software

Der TB3 ist “installiert”, aber nicht wirklich gebrauchsfertig: Viele meiner Lieblings-Add-ons sind noch nicht für die neue Thunderbird-Version verfügbar. Selbst das Kalendermodul Lightning gibt’s erst in einer Betaversion, ein Importtool für MBoxen existiert zur Zeit gar nicht. Ungünstig, wenn man ein komplett neues Profil aufsetzen will. :(

Erfolgreicher war das frühstückbegleitende Abackern der Feeds:

alle Feeds gelesen

Alle Feeds gelesen. Das hat’s auch lange nicht mehr gegeben! :)


Freitag, 11. Dezember 2009 - Software

Er ist endlich da. Auch portabel und auf deutsch.

Jaja, das versprochene Tutorial kommt auch. Irgendwann. Wenn ich das Ding getestet habe, alle notwendigen Add-ons verfügbar sind, und vor allem, wenn ich mal Zeit und Muße habe. Soifz.


Montag, 26. Oktober 2009 - Software

Ich bin bekennender Anhänger des Thunderbirds, dem wahrscheinlich besten Freeware-Mailclienten ever. Vor allem die problemlose Unterstützung von Nachrichtenverschlüsselungen mit GPG über das AddOn Enigmail schätze ich. Und gerne werde ich im Bezug E-Mail auch mal missionarisch tätig. ;) Gestern nun ludt sich ein Bekannter die notwendige Software herunter, installierte fleißig… und klagte dann telefonisch sein Leid: Alles läuft prima, nur Enigmail zeigt alle Einstellungen auf englisch an. Diverse De- und Neuinstallationen – darunter auch des Enigmail-Sprachpakets – brachten herzlich wenig ein, und irgendwann meinte mein Bekannter resigniert dass es wohl an der Zeit sei, seine Englischkenntnisse auf zu frischen…

Eine halbe Stunde später rief er wieder an, nach erneuter De- und Neuinstallation erscheint Enigmail plötzlich auf deutsch – obwohl er nichts anderes gemacht hatte als zuvor. Nee is klar, Technik…

Also, als Hinweis und Trost an alle, die über dem AddOn verzweifeln: Probiert es einfach noch mal – irgendwann klappt’s. ;)

An dieser Stelle möchte ich noch mein Bedauern ausdrücken, dass das Projekt für  deutschsprachige Erweiterungen der Mozilla-Produkte eingestellt wurde, davon erfuhr ich erst durch die gestrige Recherche zu Enigmail. Die Macher dort haben eine tolle Arbeit geleistet!


Mittwoch, 02. September 2009 - Software

Nun ist sie also endlich erschienen, die Version 10 meines wieder-entdeckten Lieblingsbrowsers Opera – auch als portable Version für den USB-Stick! Wichtig: Die neue Version nicht einfach drüberbügeln sondern neu installieren (bzw. bei der USB-Version in einen neuen Ordner packen). Teile der alten Profildateien können dann ins neue Profil kopiert werden, welche das sind – und wofür sie benötigt werden – steht hier.

Zu den letzten RCs hat sich nicht viel geändert, die neuen Features kann man auf der Opera-Seite nachlesen. Für mich interessant ist die jetzt integrierte Rechtschreibprüfung (das deutsche Wörterbuch muss man erst runterladen – Rechtsklick z.B. in Formular oder Mail, Rechtschreibprüfung, Wörterbuch auswählen) und die verbesserte Schnellwahl (SpeedDial); die Funktion “Opera Unite” wird leider erst später kommen.

Tipps und Tricks findet man auf der Opera-Fanseite oder im Community-Forum. Bei mir läuft der Browser bislang artig, die meisten Probleme und Fehlermeldungen liegen wohl daran, dass einige Ganzschnelle die neue Version einfach über die alte installiert haben. Selbst schuld, wer lesen kann ist klar im Vorteil. ;)


Sonntag, 05. Juli 2009 - Software

Wer wie ich zu den Usern gehört, die nicht alles im üblichen “Eigene Dateien”-Ordner abspeichern sondern ihr eigenes Ordnersystem nutzen, dazu vielleicht noch über mehrere Laufwerke verfügen, der weiß, wie nervig es manchmal sein kann, im Windows-üblichen Dialogfenster zum gewünschten Ordner zu springen. Vor Kurzem bin ich auf Folder Menu gestoßen, ein auf AutoHotkey basierendes Tool, das es einem ermöglicht, mit maximal zwei Klicks zum Ordner seiner Wahl zu navigieren. screen_foldermenu1Dazu muss man zwar seine Ordner (ich nehme nur die meistgenutzten) vorher als “Favoriten” zu Folder Menu hinzufügen, aber auch das ist schnell erledigt. Zur besseren Übersicht lässt sich noch ein Icon seiner Wahl dazupacken, die Reihenfolge der Ordner im Menu kann beliebig sortiert werden. Per Hotkey wird nun das FolderMenu-Fenster aufgerufen und der gewünschten Ordner angeklickt. Die Antimausschubser dürfte erfreuen, dass alle Aktionen auch mit der Tastatur durchgeführt werden können. Unterstützt werden unzählige Programme, viele wie der Windows-Explorer, TotalCommander, FreeCommander, 7zip, WinRar usw. sind bereits vorkonfiguriert, weitere Programme können hinzugefügt werden. Etwas verwirrend wirkt das Shortcut-Menu: Shortcuts können mit Platzhaltern (u.a. # für die Win-, ! für die Alt-Taste) und einer Taste seiner Wahl erstellt werden, alternativ ist der Klick auf die mittlere Maustaste bereits voreingestellt (kann man aber natürlich auch deaktivieren). Tipp: Einfach mal ein bisschen spielen und ausprobieren. ;) Die Webseite von Folder Menu erscheint nur auf chinesisch und englisch, das Programm selbst aber auch mit deutscher Benutzeroberfläche. Es ist kostenlos und ohne Installation nutzbar, und der Programmierer scheint ein sehr fleißiger Mensch zu sein. ;)

Mittlerweile ist das Tool für mich überhaupt nicht mehr wegzudenken, und ich gestehe, es gibt noch einige Funktionen, die sich mir bislang noch nicht erschlossen haben. Wenn dies eines Tages mal geschafft ist erstelle ich vielleicht mal ne kleine Anleitung zur Nutzung, schaunmermal.


Dienstag, 09. Juni 2009 - Software

mymdb1Eine Datenbank seiner gesammelten VHS- oder DVD-Filme – wer braucht denn, abgesehen von Filmfreaks und Extrem-Sammlern, sowas – fragte sich der Stef immer. Um die Übersicht nicht gar zu verlieren gab’s bei mir bislang ne Excel-Tabelle, und gut wars. Bis ich vor Kurzem auf MyMDB stieß. Das Kürzel steht für My Movie Database (naja, englisch muss wohl sein), und das ganze für eine kostenlose Software mit der man, der aufmerksame Leser ahnt es, seine Filmsammlung verwalten kann. Das Programm greift auf die Daten von OFDb, der Online Filmdatenbank, zu, weshalb das Eintragen neuer Filme kinderleicht ist: Filmtitel eingeben, und schon werden alle relevanten Informationen wie Produktionsjahr, Regisseur, Schauspieler, Spieldauer, FSK und sogar das Filmcover aus dem Netz geladen. Dazu gibt es das Durchschnittsvoting von OFDb und IMDb, auch ein eigenes Voting kann man erstellen. mymdb2Mitunter passiert es zwar, dass ein Film in der Onlinedatenbank nicht vorhanden ist, aber auch das Eintragen von Hand geht schnell, für die Daten stehen ja meist die IMDb oder WikiPedia zur Verfügung. Neben den verschiedenen Sortiermöglichkeiten und der integrierten Suchfunktion gibt es noch viele weitere Schmankerl wie Filmpreise, Soundtrack oder Verleihfunktion. Das Programm ist für Win und Linux erhältlich, setzt Java voraus und ist, wie erwähnt, kostenlos. Natürlich freuen sich die Entwickler über Spenden. Eine Programmeinführung gibt’s im PDF-Handbuch, Hilfe findet man im Forum, und wenn wirklich mal Bugs auftreten erscheint in kürzester Zeit eine neue Version. Absolut klasse!

Leider ist das tolle Programm nicht portabel, aber ein Export der Daten in PDF, Excel oder sogar als Webseite ist kein Problem, auch der Import von CSV- oder Textdateien ist möglich.

Zur Webseite mit Downloadmöglichkeit


Dienstag, 28. April 2009 - Software

Wie geschrieben arbeite ich ja seit einiger Zeit wieder mit Opera, und diese Zeit ist wohl ausreichend um festzustellen, dass ich dabei bleibe. Alle wichtigen Addons, die mir den Firefox so komfortabel gemacht haben, sind in Opera bereits integriert oder mit kleinen Bordhilfsmitteln selbst zu erstellen. Wie immer: Einiges ist besser gelöst, anderes weniger gut. Eine große “Schwäche” ist beim Opera mittlerweile kleiner geworden: Webseiten, die schlecht oder gar nicht dargestellt wurden, werden immer seltener. Keine Ahnung, ob der Browser toleranter oder die Webseiten (weil häufiger vorgefertigte CMSe) sauberer geschrieben sind. Und da Opera zumindest auf meinem Lapftopf deutlich schneller läuft als der Firefox gibt’s keinen Grund wieder zum Fuchs zurückzukehren. Natürlich hat man diesen als Hobbywebdesigner zum Testen trotzdem auf dem Rechner – dazu nutze ich die portable Version des Firefox 3.1 (beta 3, demnächst als Firefox 3.5 erscheinend) von Caschy.

Erfreulicherweise gibt es nach wie vor genug Themes, um den Opera optisch ansprechender zu machen, und auch die Menuleisten können auf das Nötigste beschränkt werden. Sieht zwar noch nicht ganz so hübsch aus wie mein letzter Firefox, ist aber ganz passabel:

scr_opera1

Wem also der Firefox zu überfrachtet ist möge es doch einfach mal mit Opera probieren. Gibt’s auch als portable Version. Hilfe, vor allem für Umsteiger,  findet man auf der Opera-Fanseite oder bei der deutschsprachigen Community.