Ich hatte vor geraumer Zeit ja schon mal was zu diversen Twitter-Clients geschrieben. Allerdings geht die Suche immer weiter – jaja, die ewige Suche der Menschheit – und so wird’s Zeit für ein kurzes Update:
Das Nervige an vielen Clients ist die Tatsache, dass sie zusätzlich noch AdobeAir (TweetDeck, Twhirl) oder Silverlight (Seesmic Desktop) benötigen. Aber es gibt auch Programme, die schon mit dem .NET Framework zufrieden sind, zum Beispiel MetroTwit (benötigt .NET 4) oder Tweetings (benötigt .NET 3.5).
MetroTwit kommt von seiner Aufmachung ähnlich opulent daher wie TweetDeck, zeigt alle gewünschten Informationen in mehreren Spalten an, die Oberfläche ist aufgeräumt, das Benachrichtigungsfenster ist angenehm unstörend und die Einstellungsmöglichkeiten sind relativ umfangreich. Allerdings ist das – eher betulich startende – Programm nur in einer kostenpflichtigen Version komplett werbefrei, und auch nur in dieser Version kann man, zumindest in absehbarer Zeit, mehrere Accounts verwalten – was das Tool für Poweruser im Prinzip wieder unbrauchbar werden lässt.
Deutlich kleiner kommt Tweetings daher: Tweets, Mentions und Nachrichten werden in Tabs angezeigt, die Einstellungsmöglichkeiten sind auf das Notwendige beschränkt, außerdem lässt Tweetings nur das Arbeiten mit einem Account zu. Allerdings läuft das Programm schnell und zuverlässig und ist für einen “Normaltwitterer”, der keine Lust hat, zusätzliche Komponenten zu installieren, vollkommen ausreichend. Beide Programme gibt es ausschließlich mit einer englischen Benutzeroberfläche, und alternative Services wie identi.ca können nicht genutzt werden.
Als Opera-User hatte ich zusätzlich noch mal nach netten Twittertools für den Browser Ausschau gehalten, allerdings ist davon bestenfalls oTweetr, ein Addon für das kurze Zwitschern zwischendurch, brauchbar. Das Addon Timeline zeigt die Tweets aus der eigenen Timeline an – allerdings nur in der Schnellwahl und ist somit nur bedingt nutzbar. Dass Widget Twiget, welches beide Dinge (Timeline und Twittern) vereint ist hingegen schlichtweg Schrott.
Fazit: Poweruser kommen momentan an TweetDeck – und damit an AdobeAir – einfach nicht vorbei. Für den Blick auf die Timeline und das kurze Gezwitscher zwischendurch ist Tweetings vollkommen ausreichend, das .NET-Framework dürfte sowieso auf jedem halbwegs neuen Rechner installiert sein. Wenn man aber schon AdobeAir auf seiner Kiste hat ist Twhirl zur Zeit meine Empfehlung. Schade, dass die Entwicklung des Programms mittelfristig eingestellt wird.
Nachtrag: Die neueste Version von TweetDeck funktioniert auch ohne Adobe Air.
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