Damals
Als Jungspund zog ich 1986 frisch von zuhause aus – und zwar nach Berlin. Für jemand aus einem “schwäbischen Dorf” natürlich ein Kulturschock.
Ein Jahr sollte ich dort bleiben, bevor es dann – Kulturschock Nummer 2 – weiter ins sehr einsame Siegerland ging…
Damals sah Berlin noch etwas anders aus als heute – eine geteilte Stadt, Umland gab’s im Prinzip nicht, und bei den Transitreisen – egal ob mit Zug oder Auto – blieb doch immer ein mulmiges Gefühl. Wahrscheinlich war einem Nicht-Berliner die Mauer noch deutlich allgegenwärtiger als den Menschen, die sich irgendwann an diesen Anblick gewöhnt hatten.
Nach der Vereinnahmung Wiedervereinigung war ich der Meinung, dass Berlin seinen alten Charme verloren hat. Naja, scheint wohl nicht so, sonst hätte ich nicht den Entschluss gefasst, nach 20 Jahren wieder in dieser Stadt leben zu wollen.
Hin und wieder kommen, da man wieder in dieser Stadt lebt, einige Erinnerungen hoch – und die wollen hier auch aufgeschrieben werden. Beim einen mag’s vielleicht ebenfalls Erinnerungen wecken, für den anderen ist das hier “alter, sentimentaler Kitsch”, und wieder einige – Besucher etwas jüngeren Datums – werden sich vielleicht verdutzt fragen “wie – Stadt mit Mauer quer durch?”
Ein “alte Geschichten”-Blog ist das hier nicht – aber ab und an wird es ein paar Erinnerungen geben. Man mag einem alten Mann diese Sentimentalität verzeihen.
Wer in Berlin Urlaub macht und sich für das Thema interessiert kann ja mal einen Blick auf Stefs Mauerseite werfen.
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