Kiez

 

Der Kiez (früher Kietz) bezeichnet überwiegend im Norden Deutschlands und in Berlin einen überschaubaren, kleinen Stadtbereich, einen Ortsteil oder eine Ortslage als soziales Bezugssystem und in der Regel nicht als Verwaltungseinheit.

lehrt uns WikiPedia. Wenn ich hier vom Kiez spreche hat das also nichts mit irgendwelchen Rotlichtbezirken zu tun, liebe Hamburger, sondern ist schlichtweg das Viertel (kölsch: Veedel), in dem ich wohne.

Wobei das mit den Kiezen immer so eine Sache ist: Es gibt welche, die sind auch über die Bezirksgrenzen hinweg bekannt und seit Jahrzehnten gewachsene Biotope, andere scheinen “Retortenkieze” zu sein, in der besonders Zugezogene versuchen, eine Kiezkultur zu entwickeln (einige nette Geschichten dazu gibt es im Buch “Provinz Berlin” von den Brauseboys) , und manche Kieznamen scheinen höchstens die Leute zu kennen, die darin wohnen – und wahrscheinlich selbst die nicht immer.

Zu letzter Kategorie scheint der “Otawi-Kiez” zu zählen. Er gehört zum afrikanischen Viertel, welches wiederum im Wedding liegt, der wiederum offiziell zum Bezirk Berlin-Mitte gehört *hüstel*.

Mit dem Sprengelkiez, in dem ich vorher gewohnt habe, kann man den Otawi-Kiez kaum vergleichen: Hier ist es weitaus weniger lebhaft, die Nationalitäten sind weniger bunt gemischt, und zumindest gefühlt ist der Altersdurchschnitt hier einige Jahre höher. Dafür würde ich die Wohnqualität zumindest bezüglich Ruhe und Sauberkeit hier als deutlich höher einstufen. Die U-Bahn ist in fünf Minuten erreichbar, innerhalb von zehn Minuten hat man alle notwendigen Einkaufsmöglichkeiten, und an Grün mangelt es auch nicht: Schillerpark auf der einen, Volkspark Rehberge auf der anderen Seite.

Mehr zu “meinem” Kiez:

© 2007-2012 StefBlog | Credits | WordPress Deutschland Nach oben
Suffusion theme by Sayontan Sinha