Naja, okay, erst mal nur für ne Woche. Man liest sich.
Freitag, 22. Juni 2007 - Berlin, Kiez
Unter dem Motto “Nächste Ausfahrt Wedding” werden am Sonntag ungewöhnliche und überraschende Entdeckungstouren durch den Weddinger Kiez ermöglicht.
Für die entsprechenden Geheimtipps, den historischen Hintergrund und so manche spannende Anekdote sorgen dabei die Tourenscouts. Sie führen jeweils um 13.00 Uhr und ab 15.00 Uhr stündlich, vom Startpunkt Gleimtunnel auf Höhe des Mauerparks, an die scheinbar vergessenen Orte im Wedding.
Gesamter Text – Via
Wie günstig, am kommenden Sonntag bin ich in Berlin. Und logiere im Wedding. Na, wemmer sonst nix zu tun haben…
Freitag, 22. Juni 2007 - Berlin, Mottenkiste
Ich gestehe es, ich bin ein Fan der Berliner U-Bahn. Dieses Transportmittel hatte mich schon 1986 begeistert – schnell, meist pünktlich, hängt nicht wie Busse und Straßenbahnen im Stau fest… und ist – im Gegensatz zu Stuttgart oder Köln, wo die “U-Bahnen” nur zeitweise im Tunnel fahrende verkappte Straßenbahnen sind – eine echte solche.
Dies war das Streckennetz der U- und S-Bahn ca. 1985 – (lag noch bei mir in irgendner Ecke). So viel hat sich in den letzten 20 Jahren an der Streckenführung nicht geändert – im Gegensatz zur S-Bahn, die damals, Ende der 80er, im Westen Berlins eher ein rudimentäres Dasein fristete. Siehe auch Geschichte und Geschichten der Berliner S-Bahn.
Schöne Webseiten findet man zum Thema Berliner U-Bahn – zum Beispiel www.untergrundbahn.de, U-Bahnbilder.de oder Berliner Untergrundbahn.de mit vielen Bildern von Bahnen und Bahnhöfen. Die Geschichte der Berliner U-Bahn gibt’s ausführlich bei WikiPedia, aktuelles gibt’s bei der BVG.
Donnerstag, 21. Juni 2007 - Berlin, Fundstücke
Die Geschichte von der Dame, die keine Fahrkarte kaufen konnte, weil die Sprachsteuerung des Automaten defekt war. Göttlich! Manchmal vielleicht doch ohne Discman in die Bahn?
Donnerstag, 21. Juni 2007 - Misc
Es gibt immer mehr Berufe, in denen neben der fachlichen Qualifikation noch die “Schlüsselqualifiktationen” wie Zuhören und Smalltalk gefragt sind. Diese Berufe fasse ich gerne unter dem Begriff “Parkuhr-Berufe” zusammen, da Mensch dem Ausübenden quasi nicht nur die Aufwendung der Leistung bezahlt, sondern sich einfach mal parken und unter Umständen die Hirnwindungen ausreden möchte. Die Klassiker solcher Berufe sind Frisör, Masseur und Barkeeper.
Verfügen diese Leute über o.g. Schlüsselqualifikationen nicht, können sie fachlich noch so qualifiziert sein, es fehlt einfach was. Besonders ungeeignet sind jene Exemplare, die ihrerseits selbst gerne viel erzählen. Nichts Wenig ist unangenehmer als gemütlich entspannen zu wollen und sich dann die beruflichen, finanziellen und familiären Probleme der Friseure, Masseure oder Cocktailschwenker anhören zu müssen. Anscheinend werden bei der Ausbildung wohl die o.g. Schlüsselqualifikationen (ein typisches Wort für die Copypaste) zu selten gelehrt…
Mittwoch, 20. Juni 2007 - Misc, Mottenkiste
Dass ich das Blog auch als Spielwiese nutze und hin und wieder das Template wechsle dürfte bekannt sein. Zur Zeit nutze ich das iTheme von nDesign Studio. Zuerst beim Matthias gesehen, und vor allem die AJAX-Spielerei gefällt mir.
Das Hintergrundbild stammt aus dem Dezember 1991. Wir waren mit einer Jugendgruppe über Silvester in Berlin – damals war der Blick aufs Brandenburger Tor nicht mehr von der Mauer und noch nicht von Autoabgasen getrübt. Stattdessen wurde der Vorplatz von zig fahrenden Händlern bevölkert, die vor allem DDR-Souvenirs feilboten. Das Zeug fand damals reißenden Absatz…
Mittwoch, 20. Juni 2007 - Fundstücke, Kurz notiert
Zumindest in den ersten Wochen hilft die Berliner Luft, teilweise das Heimatgefühl zu erhalten. Schließlich wohne ich noch im Lindenhof…
Mittwoch, 20. Juni 2007 - Berlin, Fundstücke
Jaja, manchmal isses hier auffem Land schon ruhiger. Obwohl… weiß ich, ob nicht auch Lehrer hier auf den Dorfschulen angegriffen werden? Das örtliche Käseblatt lese ich ja nicht…
Nachdem am Freitag eine Lehrerin fast von zwei Schülern beraubt wurde und am Montag ein Schüler einem Pädagogen mit dem Tod drohte, wurde gestern ein 54-jähriger Lehrer von einem 17-Jährigen verprügelt. Der Täter konnte schnell ermittelt werden. Er ist bei der Polizei wegen Körperverletzung, Diebstahl und schweren Raubes registriert.
Halt macht die Gewalt auch nicht vor Berlins höheren Bildungsstätten. Aus Wut über die schlechte Bewertung seiner Doktorarbeit im Fach Philosophie hat ein Ex-Student der Humboldt-Universität eine Professorin angegriffen. Nach einer verbalen Auseinandersetzung habe der Täter die Dozentin bespuckt und zu Boden gestoßen.
[Vollständiger Artikel: Hauptstadtblog]
Nee, Lehrer möchte ich heutzutage nicht sein…
Nachtrag: Siehe auch Artikel im Tagesspiegel:
Fünf Kinder im Alter von zehn und elf Jahren haben am Dienstag in einer Grundschule in Berlin einen zehnjährigen Mitschüler zusammengeschlagen, getreten und erheblich verletzt. Dabei nahmen sie die Tat – angeführt von einem elfjährigen Mädchen – mit den Videokameras von Handys auf.
Okay, wir haben uns früher auch mal gekloppt. Aber waren da die Grenzen nicht ein wenig anders gesteckt? Einfach andere Zeiten? Oder antworten da die Geister, die man rief?
Dienstag, 19. Juni 2007 - Fundstücke
Beim Umzug fällt einem auf, wieviel Kram sich angesammelt hat. Sach ich ja. So einen Umzug kann man wunderbar zum Entrümpeln nutzen. Sach ich ja. Stefan F. Gross in seiner Kolumne in der SZ auch:
Entrümpeln Sie Ihr Leben! Beenden Sie die Herrschaft des Überflüssigen! Befreien Sie Ihr Umfeld und damit sich selbst von allen Gegenständen, die Sie nicht brauchen, nicht mögen und nicht benutzen! Der Gewinn an Freiheit und Lebensqualität ist enorm.
Ein paar Tipps gibt’s auch noch dazu. Besonders gefällt mir der hier:
Erzählen Sie niemandem, was Sie tun werden. Besonders nicht Ihrem Lebenspartner. Ein Satz reicht, und sie stehen jemandem gegenüber, der wie besessen um den Verbleib von Gegenständen kämpft, von denen er kurz zuvor gar nicht wusste, dass sie überhaupt noch da sind. Handeln Sie also geheim. Wenn Ihr Partner dann in ferner Zukunft fragt, wo der alte Kaffeekocher geblieben ist, dann spielen Sie einfach den Ahnungslosen: “Weiß ich doch nicht, wie sah der denn aus?”
Hier zum Glück nicht notwendig. Glaube ich jedenfalls.
Montag, 18. Juni 2007 - Misc
Ein Vorteil einer Großstadt ist für mich, dass ich kein Auto benötige. Straßen- bzw. U-Bahn mag ich, sie sind meist pünktlich, und je nach Laune amüsiere ich mich über manche Prolls interessante Mitreisenden oder schotte mich unter Zuhilfenahme des Discmans ab. Langstrecken unternehme ich mit dem Zug – ich kann während der Fahrt halbwegs bequem schlafen oder lesen, schöne Landschaften bestaunen – und wenn man sehr früh bucht ist das ganze sogar deutlich preiswerter als das Auto.
Witzigerweise stoße ich zur Zeit häufig auf Artikel oder gar Specials mit Bahncontent. Zufall, oder doch die berühmte These, dass man nur nach bestimmten Dingen bzw. Themen Ausschau halten muss und ihnen dann in Massen begegnet? Egal, ein Bahn-Blog wird das hier nicht, aber hin und wieder wird man bestimmt Bahncontent finden. Wäre am Wochenende nicht irgendein Blitzeinschlag gewesen, der sich meinen ICE verspäten und mich die S-Bahnen verpassen ließ, könnte ich mich ähnlich begeistert auslassen, wie Stefan Klein in diesem Artikel in der SZ. Auch wenn ich gerne mal motze, meist komme ich nach Bahnreisen weitaus entspannter am Ziel an.
Memo an mich: Posting ausdrucken und bei Bahnfahrten mitnehmen.














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