Zum Abschluss eines netten Spaziergangs – so darf sich der Wetterbericht gerne öfters irren – beim Bespaßungshändler meines Unvertrauens den Film Linie 1 auf dem Grabbeltisch entdeckt, da konnte ich einfach nicht widerstehen. Einige Jahre ist es her, dass ich ihn zuletzt gesehen habe – trotzdem konnte ich alle Lieder noch (still) mitsingen. Bei neueren Texten gestaltet sich das deutlich schwieriger…
Interessant auf der DVD ist auch das Interview mit dem Produzenten, vor allem wenn er von der technischen Umsetzung erzählt – so wurde der U-Bahnhof in einem Studio aufgebaut, der Wagenkasten eines U-Bahnwagens stand fest im Studio und es wurden “nur” die Kulissen bewegt. Eigentlich habe ich es ja nun gar nicht mit Musicals, aber Linie 1 ist eine absolute Ausnahme. 20 Jahre ist der Film jetzt alt, das Musical selbst wurde erstmals 1986 vom Grips-Theater aufgeführt, aber an Aktualität hat es nichts verloren.
Da ich zwar zu den Tastaturfetischisten gehöre, die Arbeit in DOS aber nie wirklich gelernt habe, nutze ich seit langer Zeit zum schnellen Starten meiner Programme PStart [weitere Screenshots]. Die Lieblingsprogramme lassen sich leicht mit der Maus, aber auch mit vordefinierten Shortcuts starten. Vor allem durch die möglichen Gruppierungen und die Icons ist das Programm schön übersichtlich. Nachteil: Die Shortcuts muss man auswendig können, und da sie aus Steuerungstasten plus Buchstabe oder Zahl bestehen sind sie auch nicht immer logisch.
Nach einigen Fehlversuchen arbeite ich seit kurzem mit Launchy – einem Starter, den Caschy schon vor einiger Zeit vorgestellt hat, den ich aber bisher nie so richtig ans Laufen bekommen habe. Im Gegensatz zu PStart indexiert Launchy vordefinierte Ordner, und durch das Eintippen des Programmnamens bekommt man in einer Auswahlliste die möglichen Programme, die man starten will, angezeigt.
Vorteil: Man muss keine Shortcuts lernen und kann zig Programme (und Dateien) leicht starten bzw. öffnen. Nachteil: Man muss das Programm aufrufen (voreingestellt sind ALT + Space), bei den Shortcuts von PStart ist dies nicht notwendig. Ein weiterer Nachteil ist aus meiner Sicht die Indexierung: Zum einen habe ich meine Programme auf mehreren Laufwerken verteilt, zum anderen wird das Programm, je mehr Ordner es indexiert, langsamer und sehr speicherhungrig. Dies kann man aber umgehen, in dem man Verknüpfungen seiner häufig genutzten Programme in einem neuen Ordner erstellt und nur diesen von Launchy indexieren lässt. Nebenbei kann man bei dieser Methode die Verknüpfungen nach eigenem Gusto benennen: Ein ärgerliches “Wie hieß das Programm noch mal” entfällt dann.
Beide Programme haben also ihre Vor- und ihre Nachteile, beide verfügen über teils nützliche (und teils unnötige) Schmankerl: PStart bietet neben der Such- noch eine Notizfunktion, mit Launchy können u.a. URLs und Websuche an den Standardbrowser übergeben werden. Welches Tool man nun lieber mag – einfach mal ausprobieren. Mausschubsern empfehle ich in jedem Fall PStart, ansonsten ist Launchy deutlich umfangreicher. Welches ich auf Dauer nutze wird die Zeit zeigen, noch ist der Umgang mit PStart in Fleisch und Blut Handgelenk und Finger. Beide Programme sind kostenlos erhältlich, PStart auch auf deutsch.
Webseite von PStart | Webseite von Launchy | Einleitung zu Launchy von Caschy
Ein perfekter Pokalabend.
Die Frage, ob ich in meinem Blog Werbung schalten soll, hat sich mir bisher nicht gestellt. Zum einen ist dieses ein kleines Privatblog, bei dem sich Hosting- und Trafficgebühren im Rahmen halten, zum anderen ist mein Verhältnis zur Werbung generell etwas – drücken wir es mal freundlich aus – gespalten. Werbung in anderen Blogs nervt mich selten – meist bekomme ich sie dank guter Filter in meinem Browser nicht mit. Hinweise zu anderen Webseiten gibt es in der rechten Spalte einige, aber meist zu nichtkommerziellen Projekten. Eine kleine Ausnahme bildet der Link zum Institut für Gesundheit und Geopathologie meines Freundes Hans, aber das ist eine gern getätigte Gefälligkeit. Nun habe ich heute eine Mail erhalten – die übrigens direkt im Spamfolder landete – in der mir angeboten wird, für eine (bescheidene) Summe einen Link zu einem kommerziellen Unternehmen zu setzen. Man muss der Fairness halber erwähnen, dass es sich um ein Vergleichsportal handelt, das seinen Service für die Verbraucher kostenfrei anbietet, und als Alternative zur Barauszahlung auch eine Überweisung an eine wohltätige Einrichtung meiner Wahl anbietet. Setzte sich das Portal mit einer Thematik auseinander, die meinen Interessen entspricht, stellte sich die Frage nicht. Aber dem ist nicht so. Webseiten, mit deren Anliegen ich mich identifizieren kann werden gerne verlinkt, wobei ich aber immer unabhängig entscheiden will, ob ich einen Link aufnehme oder nicht, bzw. wann ich ihn wieder rauswerfe. Bei Angeboten, die meiner Einstellung zuwider sind, stellt sich die Frage auch nicht – so viel könnten (oder wöllten) die nicht zahlen, dass ich einen Link setze.
Im hier vorliegenden Fall handelt es sich weder um das eine noch um das andere. Was also tun? Eure Meinung interessiert mich.
Pizza Spinat mit viel Knoblauch. Palak Panir mit anschließendem Mangolassi. Pasta al forno. Gyros mit Tzaziki, Fritten und Mayo. Alles Gerichte, mit denen man mich sehr beglücken kann und in deren Gedenken mir in den letzten Tagen das Wasser im Mund zusammenlief. Heute habe ich lediglich eine halbe Scheibe Brot mit ein wenig Käse verspeist. Und nach fünf Tagen Tee, Brühe und – als Highlight des Tages – Tütensuppe ist eine solche Käsestulle ein absolutes kulinarisches Highlight! Boah, wat lecker!

Vergleichbar war meine Begeisterung über den ersten Apfel nach einer Woche Fasten vor ein paar Jahren. Angenehmer Nebeneffekt damals wie heute: Meine federhafte Leichtigkeit. Trotzdem würde ich jetzt gerne wieder zur “Normalität” übergehen…
Eigentlich bin ich ja kein Radiohörer. Klar, als Kind und Jugendlicher hatte man den tollen Mono-Radiorecorder, später lief die Lala im Auto – mit ständigem Knirschen und Rauschen, aber einen Tuner habe ich schon seit Jahren nicht mehr angeschlossen. Meist geht mir Radio auf den Keks: Die Moderatoren brüllen, die Musik langweilt, die Werbung nervt. Und wer schon mal mit mir zusammengewohnt hat weiß, wie sehr ich Radiogedudel zum Frühstück liebe…
Da ich momentan aber etwas mehr Freizeit habe – nein, noch nix Neues zum Thema Job – läuft gerade doch recht häufig das Radio nebenher – Webradio und DSL-Flat sei Dank. Genug Auswahl gibt es, aber entweder läuft hier SWR 3 oder RTL Radio. Ja, Erinnerungen an die Kindheit (RTL, hieß damals noch Radio Luxemburg) und Jugend (SWF 3). Vor allem bei RTL Radio laufen hauptsächlich Oldies, aber bei Musik bin ich nun mal “ne reaktionäre Plunze”.
Nicht, dass ich neuere Musik generell ablehne, aber es ist recht selten etwas dabei, das mir gefällt.
Wahrscheinlich ist das jetzt nur ne kurze Radio-Phase, macht aber Spaß.
Seit langem wird an der Bernauer Straße an einer Mauergedenkstätte gebastelt. Dort steht einer der längsten zusammenhängenden Abschnitte der Mauer – allerdings mit einer 19 Meter großen Lücke.
Diese hat die Sophiengemeinde zu verantworten, die 1997 19 Segmente der Mauer abriss – mit offizieller Erlaubnis des Senats. Man wollte damit “Abschied von der Mauer nehmen”, außerdem vermutetet man auf diesem Abschnitt noch alte Soldatengräber. Seit einiger Zeit gibt es nun Streit, ob man diese Lücke in der Mauer wieder schließen soll. Die Befürworter meinen, dass mit dieser Lücke ein Stück Authentizität fehlt, dass man den Schrecken, den die Mauer damals verbreitete, so nicht mehr nachfühlen kann. Die Gegner des Mauerschlusses, in erster Linie die Sophiengemeinde, wollen auch den Wandel nach der Wende dokumentieren und deshalb die Lücke höchstens, wie auch bereits beschlossen, symbolisch mit Eisenstangen schließen. Nun hat die Sophiengemeinde zwar nicht unbedingt die besseren Argumente, aber ihr gehört das Gelände, und sie hat bereits gedroht, dass die Gedenkstätte eben nicht ausgebaut wird, wenn der Senat auf die Lückenschließung besteht.
Die Frage ist nun weniger Lückenschluss oder nicht sondern viel mehr: Wie soll der Mauer gedacht werden? Das Kohlhoff-Mahnmal, eine wiederhergestellte “Grenzanlage light”, ist für mich jedenfalls eher ein Witz: Zu schmal, der Aussichtspunkt zu hoch und zu weit entfernt. Da bekommt man nicht mal ansatzweise ein Gefühl dafür, wie man sich an gleichem Ort vor 20 Jahren gefühlt haben mag! Änderte sich das aber mit dem Lückenschluss?
Zum einen ist die Bernauer Straße mittlerweile wieder so befahren, dass man beim Gang entlang der Mauer eher vom Verkehrslärm genervt ist. Zum anderen – und da gebe ich den Gegnern des Lückenschlusses recht – lässt ein Blick auf das Bauwerk, sei es auch noch so original (oder originalgetreu restauriert) nicht die Gefühle erahnen, die man damals an der Mauer empfand. Auch wenn wir vor alten Burgen stehen können wir uns nur ansatzweise vorstellen, wie die Menschen in der damaligen Zeit lebten. Je originalgetreuer allerdings die Burg ist, desto besser das Vorstellungsvermögen.
Es geht nicht drum, einen “Disney-Mauer-Park” zu errichten, wie die Gegner gerne formulieren. Allein daher verbietet es sich, an anderer Stelle eine “neue Mauergedenkstätte” zu errichten.
Das Gelände an der Bernauer Straße eignet sich – trotz des Straßenlärms – am besten für eine solche Erinnerungsstätte; der Fall der Mauer hingegen wird an anderen Stellen genügend symbolisiert. Der Ausbau der Anlage inklusive Lückenschluss ist meiner Meinung nach die einzig sinnvolle Lösung. Und da ist das Interesse einer ganzen Gesellschaft und mehrerer Generationen wichtiger als die Belange einer kleinen Kirchengemeinde. Das Wort “Enteignung” in den Mund bzw. Beitrag zu nehmen ist mehr als gewagt. Ich mach’s trotzdem mal…

















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