Einst war die Müllerstraße die Einkaufsstraße im Wedding, in den 60ern wurde sie noch “Kudamm des Nordens” genannt und lud zum Bummeln, Flanieren und Kaufen ein. Seit einigen Jahren geht es allerdings mit der Straße bergab – viele kleine Läden mussten schließen, an ihre Stelle traten Billigbäcker, Dönerläden, Spielhallen und Nagelstudios. Die Müllerhalle steht fast leer und soll bald abgerissen werden, einer der drei letzten großen Ketten, die Boutique Charme & Anmut, schließt noch dieses Jahr.
Nun soll ein vom Bund subventioniertes Konzept unter dem Titel „Aktive Stadtzentren“ der Straße (und fünf weiteren Berliner Ecken) wieder mehr Leben einhauchen. Am Leo passiert schon so einiges – sogar als neuer Kulturort ist er im Gespräch – aber um die Müllerstraße wieder in eine angenehme Einkaufsstraße zu verwandeln muss noch deutlich mehr geschehen – schließlich erhöht sich die Kaufkraft der hier lebenden Bevölkerung nicht durch ein paar Kulturveranstaltungen oder neue Blumenkübel.
Gerade hat das “Geschäftsstraßenmanagement” das erste “Themenmagazin” mit Namen “Müller-Tipp” herausgebracht: In diesem 45 Seiten starken Heftchen geht es um das wichtigste, nämlich um “Hunger und Durst”. 14 Orte, an denen man lecker essen (und trinken) kann werden hier vorgestellt, natürlich auch mein Lieblingscafé. Der “Müller Tipp” liegt kostenlos in diversen Geschäften in der Müllerstraße aus und lädt zum Entdecken ein.
Lesetipps: Die Geschichte der Müllerstraße | Aktives Zentrum Müllerstraße | “Ecke Müllerstraße” – die kostenlose Kiezzeitung zum Herunterladen.
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