Dschungelcamp

Ausgetrasht

 Veröffentlicht vom um 15:35  Nachgeschaut
Jan 292012
 

Es ist geschafft! Das diesjährige Dschungelcamp ist Geschichte, und hat mit Tante Brigidde (“Omageddon”) eine würdige Siegerin gefunden. Also sofern man bei dieser Sendung überhaupt von Würde sprechen kann…

So richtig der Reißer war das Camp in diesem Jahr eher nicht, die Stars Insassen zu zahm, zu unbedeutendkannt, die Prüfungen nur bedingt originell. Aber in Kombination mit der Zwitscherei – und vor allem dem Verfolgen der teils angenehm gehässigen Kommentare anderer Twitterer – konnte man diese 14 Tage durchaus als Amüsement ansehen.

Ob ich mir die Show nächstes Jahr – so es sie dann überhaupt wieder gibt –  noch mal ansehe? Das kommt sicher auch auf die Insassen an. Aber das ist ja der positive Begleiteffekt dieses Hypes, der seit einigen Jahren grassiert: Irgendwelche armen Würstchen, die auf diesen “du wirst ein Star”-Quatsch reinfallen, gibt es zur Genüge. Abgehalfterte Stars, die ihre Karriere reanimieren wollen, auch. Die SZ hat da mal ein paar Kandidaten für das nächste Jahr zusammengestellt…

Wie auch immer, nun können wir uns allabendlich – und auch hier im Blog – wieder den wichtigen Dingen des Lebens zuwenden. ;)

Jammerpausen

 Veröffentlicht vom um 15:20  Misc
Jan 252012
 

Wie angedroht erwähnt verfolge ich ja allabendlich das Dschungelcamp. Nun hätte dies allein ob der eher mäßig spannenden Staffel nur begrenzten Unterhaltungswert, sehr nett ist es aber, wenn man nebenher zwitschert und die #Dschungelcamp-Tweets verfolgt. Und wenn man während der – überraschend wenigen – Werbepausen mit dem Benedikt telefoniert. Das klingt dann nämlich so wie man sich zwei alte Männer im Ärztewartezimmer vorstellt: Es wird gejammert, gewehklagt und gesoifzt. Alles im Übrigen völlig zu recht, denn wer so kränkelt leidet wie wir zur Zeit, der darf das auch, oder besser gesagt: Er muss es als Mann auch. ;)

Nun stellt sich die Frage, was diese abendlichen “Jammerpausen” eher beendet: Die sehnsüchtig erwartete Gesundung oder der Abbruch des Camps wegen Regens. Wir sind gespannt. Ein wenig.

Kultur vs. Volksverblödung

 Veröffentlicht vom um 13:44  Fundstücke
Jan 192012
 

Der von mir hochgeschätzte Herr Schramm ist offensichtlich kein all zu großer Freund des Dschungelcamps:

Ach, Herr Schramm, mit der entsprechenden Einstellung ist auch diese Sendung sehr unterhaltsam. ;)

Und ja: Auch wenn der Ausschnitt schon etwas älter ist – sehenswert ist er allemal.

Gib mir Namen, Baby!

 Veröffentlicht vom um 14:03  Fundstücke
Jan 152012
 

Dass Promis bei der Namenswahl ihres Nachwuchses mitunter gehörig einen an der Klatsche haben ist nicht erst seit der Karriere (?) der beiden Ochsenknecht-Sprösslinge klar. Wie oft diese ihre Eltern bereits ob ihrer Vornamen verflucht haben weiß man nicht, wahrscheinlich haben die Flüche seit zwei Tagen aber zugenommen. Eigentlich müsste man die Namensverhunzungen, die Bach und Zietlow beim Dschungelcamp zur Zeit ablassen (Bluray & Speedy Gonzales, Jim Knopf & Wikipedia, Bavaria Blu & Fanta Mango), ja sammeln…

Aber auch Nichtpromis wollen ihre Brut anscheinend immer häufiger unverwechselbar machen, und viele davon sind offensichtlich so stolz  darauf, dass sie die Ergüsse möglichst der ganzen Welt mitteilen. Eine schöne Seite mit solchen Fehlversuchen heißt treffend Chantalismus. Lachen und Gruseln liegen eng beieinander. Für die betroffenen Kids wird eines Tages wahrscheinlich das Gruseln deutlich überwiegen…

Lästerfernsehabend

 Veröffentlicht vom um 14:53  Nachgeschaut
Jan 142012
 

Ja, ich habe mir wie vorgenommen die gesamte erste Sendung angesehen. Na gut, nebenher getwittert und mit der anderen Schnute telefoniert, und die Prüfungen selbst habe ich auch nicht verfolgt – aber eben all das, was man zu einem wirklich schönen Lästerfernsehabend benötigt: Merkbefreite Ex-, Halb-, Möchtegern- und Niemalspromis, eine Situation, die diese völlig unterschätzt haben, und lästernde Moderatoren, die sich an der Überforderung göttlich weiden. Eine kleine, subjektive und vollkommen sinnfreie Zwitscherzusammenfassung der Eindrücke der ersten Sendung – und eventuell auch der folgenden – findet ihr hier.

Ach ja, wie oft mögen eigentlich Speedy Gonzales und Bluray Ochsenknecht ihren Vater wegen ihrer Vornamen verflucht haben? ;)

Ab in den Dschungel

 Veröffentlicht vom um 16:07  Nachgeschaut
Jan 132012
 

Heute Abend geht es also ab in den Dschungel. Vor einem Jahr hätte ich den Beginn der – tatsächlich schon – sechsten Staffel dieses “Y-Promi-Bashings” bestenfalls angewidert mit einer hochgezogenen Augenbraue kommentiert – und nun gibt es sogar ein Posting dazu. Ja, die Zeiten ändern sich. ;)

Nachdem ich im letzten Jahr tatsächlich irgendwann Gefallen an dem Format fand habe ich beschlossen, es dieses Jahr gezielt zu verfolgen. Zwar sagen mir nur vier der Insassen Teilnehmer überhaupt etwas – wenn ich mir so die Kurzinfos zu den übrigen ansehe habe ich wohl auch nicht all zu viel verpasst – und eigentlich freue ich mich auch nur auf Ailton, aber es gibt bestimmt ausreichend Gestalten, die sich als interessante Lästerobjekte entpuppen. Und natürlich erwarte ich auch dieses Jahr wieder ähnliche Zickereien wie damals mit… äh… Dingens.

Ob ich mir diese Castingdeppenresteverwertung nun wirklich bis zum Schluss angucke weiß ich noch nicht – eigentlich muss man dazu ja komplett geschmacksbefreit sein – aber ich werde meine Leserschaft sicher auf dem Laufenden halten. ;)

Endlich vorbei

 Veröffentlicht vom um 18:06  Misc, Nachgeschaut
Jan 312011
 

In den letzten Tagen habe ich den ein oder anderen mit meiner Aussage, das Dschungelcamp zu verfolgen, doch ziemlich schockiert. Fein. ;) Nu ist der Dschungelkeks also gegessen, einer der wenigen sympathisch wirkenden Menschen hat gewonnen. Gestern gab’s dann noch mal das große “Best of”, inklusive mehr oder weniger medienwirksam inszenierten Entschuldigungsarien der Insassen, und nu haben wir hoffentlich mindestens ein Jahr Ruhe, bevor eine Sendung eines Privatsenders wieder sämtliche Medien beherrscht. Denn für eine umfassende Medienrevolution, von der der mir nach wie vor unsympathische Carriere sprach, braucht es wohl ein bisschen mehr als die zweiwöchige mediale Präsenz von elf mehr oder weniger bekannten Menschen in einem Camp. Und die Welt ist, wie von manch Moralaposteln befürchtet, auch durch diese Staffel nicht untergegangen.

Was reizt einen aber an diesem Trash-TV, bei dem man nie genau weiß, was nun abgesprochen und inszeniert ist? Sicherlich nicht das Fressen diverser Tierinnereien – das kann ich nach wie vor nicht nachvollziehen und finde es mehr als ekelig. Ist es der Voyeurismus? Das – teilweise heftige – Bashing durch die Moderatoren? Je nun, wer an dieser Sendung teilnimmt weiß ja wohl, was auf ihn zukommt: Demütigung und Ekel. Dafür werden sie auch gut entlohnt, erhalten sozusagen Schmerzensgeld. Trotzdem werde ich nie so ganz nachvollziehen können, was einen Menschen dazu treibt, sich dem ganzen auszusetzen. Gut, das konnte ich schon bei Big Brother und ähnlichen Formaten nicht.

Und hätte es diesen Zickenkrieg unter Federführung von Sarah Dingens nicht gegeben hätte ich wahrscheinlich auch diese Staffel nicht verfolgt. So aber habe ich mich, offengestanden, doch ziemlich amüsiert. Und um mit dem letzten Satz des wunderbar getroffenen Artikel im SpOn zu schließen: Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so weit kommen würde. ;)

Dingens und so

 Veröffentlicht vom um 14:35  Misc, Nachgeschaut
Jan 262011
 

Eigentlich erwartet den Stammleser ja am Tag nach der NadA-Ausstrahlung eine entsprechende Anmerkung an dieser Stelle. So auch diesmal, aber erst weiter unten, denn…

Ja, ich gestehe, ich habe die letzten Tage temporär das Geschehen im Dschungelcamp verfolgt – wenn man sämtliche Moralvorstellungen über Bord wirft klappt das überraschend gut. ;)

Natürlich muss eine Anmerkung zu Sarah Dingens sein: Entweder spielt die Frau eine Supershow, oder sie ist völlig merkbefreit. Mal abseits aller Verbalprügeleien, die im und außerhalb des Camps auf das Blondchen einprasseln, und ebenso außen vorgelassen, ob ihre Geschichten Ansätze von Wahrheit enthalten: In einer “normalen Welt” dürfte Sarah Dingens nach ihren Schoten – wenn überhaupt – nur noch als Gespött im Fernsehen, ja in den Medien allgemein auftauchen. (Na gut, in einer “normalen Welt” gäbe es diese Sendung auch gar nicht.) Ich befürchte allerdings, dass einem das egozentrische Dauerpubertierchen mit Sprechdurchfall auch in Zukunft in sämtlichen Medien begegnet. Mich graust es. Schade hingegen, dass Rainer Langhans gestern das Camp verlassen musste – es versprach gerade, richtig amüsant mit ihm zu werden.

So, nu aber zur gestrigen Neues aus der Anstalt-Folge. Zuerst eine kleine Anmerkung zu den Gästen: Dass der avisierte Johann König nicht auftrat konnte ich gut verschmerzen, und Andreas Rebers und Sigi Zimmerschied, och jo, es gab sicher schon weniger gute Gäste, aber so richtig rissen sie mich nicht vom Sessel – wie irgendwie die gesamte Sendung. Nein, sie waren keinesfalls schlecht, die “GEZ-finanzierten Empörungsdienstleister” (Pelzig), aber ein wenig wünschte ich mir doch den Herrn Schramm zurück. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich bei NadA – im Gegensatz zum ARD-Pendant Satiregipfel – recht hohe Erwartungen habe. Eine durchschnittliche Anstalt – wie eben die gestrige – toppt immer noch die gesamte Satire-Konkurrenz.

Die nächste NadA-Folge läuft am 22. Februar, und wer wegen der Verlängerung des Pokalspiels die gestrige Folge verpasst hat: Die Sendung steht wie üblich als Podcast zum Download bereit.

Alle Wertungen sind natürlich – ebenso wie der Begriff “normal” – rein subjektiv.

Schichten-TV

 Veröffentlicht vom um 14:04  Gedankenkram, Misc, Nachgeschaut
Jan 212011
 

Das berüchtigte Dschungelcamp habe ich bislang – mit einer Ausnahme von 15 Minuten – ausnahmslos durch die Lästerarien der Presse und der täglichen Kolumne bei The Intelligence verfolgt. Gestern gab ich mir dann den Schwachfug eine halbe Stunde live – als Pausenfüller bis zum Satiregipfel. Je nun…

Nach wie vor frage ich mich, wie verzweifelt, pleite oder durchgeknallt muss man sein, um bei dieser Sendung mit zu machen? Oder werden die “Promis” irgendwie erpresst? Ist es reine Geldgeilheit? Bei den angeblichen 50.000 Euro, die die Delinquenten erhalten sollen, kann ich mir das kaum vorstellen. Ich glaube ja immer noch, dass irgendwann geheime Akten auftauchen die belegen, dass alles nur gefaket war, und zum Beispiel dieser blonde Verbaldurchfall von einer intelligenten Schauspielerin einfach nur göttlich gespielt wurde. Wie auch immer, wenn sich Menschen dazu entschließen, an dem Mist teilzunehmen und in Kauf nehmen, von den Moderatoren – von der Bewunderung, die ich vor zehn Jahren für Dirk Bach in Lukas empfand ist mittlerweile nicht mehr viel übrig – pausenlos übelst durch den Kakao gezogen zu werden, dann sollen sie das tun. Und wenn’s den Massengeschmack trifft, bitte. Menschen sehen auch den Mutantenstadl, kaufen sich Bücher von Dieter Bohlen und Tilo Sarrazin, wünschen sich Guttenberg als neuen Kanzler und lesen die BLÖD-Zeitung…

Nun aber zum Satiregipfel, dem einstigen Kabarett-Flagschiff im Ersten, in jahrelanger Arbeit zuletzt von Matthias Richling in die Bedeutungslosigkeit gekalauert. Seit diesem Jahr ist Dieter Nuhr der Gastgeber. Sowas kann klappen, kann aber auch gehörig schiefgehen… Nach wie vor fehlte der Sendung der richtige Biss, das war nicht links, nicht mal SPD, ja man könnte durchaus vom “Oberschichtenkabarett” sprechen. Lediglich Alfred Dorfer überzeugte, seine Wortschöpfung “Demokratiefolklore” für Wahl geht sicherlich in meinen Sprachgebrauch ein. ;) Natürlich hängt die Qualität einer solchen Sendung auch immer von den Gästen ab, aber wer in eine Satiresendung Matze Knop einlädt scheint das Niveau nicht unbedingt auf neue Höhen schrauben zu wollen. Fazit: Leicht besser als zuletzt, aber dazu gehört nicht wirklich viel. Erste Chance vertan.

Zum Abschluss des Abends gab’s dann noch “die Akte Gysi”. Tja, Genosse Gregor, dazu hätte ich jetzt gerne mal ne explizite Stellungnahme von dir, aber du ziehst es ja vor, dich auszuschweigen. Mein Vertrauen in die Politik(er) steigert das jedenfalls nicht gerade…

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