Der Senat möchte Googles Streetview in Berlin verhindern. Gute Idee, hier gibt’s sowieso schon bald mehr Kameras als Einwohner. Eine nette Glosse dazu schrieb heute Björn Seeling:
Da können wir doch endlich ganz beruhigt unsere Rabattpunkte auf dem Kundenkonto nachzählen. Oder fröhlich in die Kamera winken, die uns dabei zublinzelt, wie wir Geld abholen. … Im Bürgeramt beantragen wir den neuen Reisepass und drücken den Finger auf den Scanner – das ungute Gefühl ist auf einmal weg. Denn Google muss ja draußen bleiben. [Zum Text]
Worauf Seeling aber auch – zurecht – hinweist ist die Tatsache, dass wir (auch) im Netz freiwillig Massen an Informationen über uns preisgeben. So auch der Stef: Bloggen, aber über Streetview und vauzettene Studierchen motzen.
Allerdings behaupte ich mal, dass ich nach über zehn Jahren Webseitenfrickelei und acht Jahren Bloggen mittlerweile weiß, was ich von mir preisgebe – und vor allem was nicht. Es macht auch einen Unterschied ob ich alter Sack Mann in den besten Lebensjahren Fotos von mir ins Netz stelle, auch gerne mal bei ner Party, oder ob das irgendwelche Pubertierchen machen. Sollten zum Beispiel zukünftige Arbeitgeber mein Blog entdecken wissen sie direkt, was sie sich da an Bord holen, und meinen jetzigen Arbeitgeber schockt bei mir sowieso nichts mehr.
Wie auch immer: Es ist nun mal ein Unterschied ob ich freiwillig Daten von mir preisgebe oder dazu gezwungen werde. Punkt.